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Der Garten hört im September nicht auf, er ändert den Zeitplan: zehn Arten, die jetzt in ihrer besten Fassung stehen

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Der Garten hört im September nicht auf, er ändert den Zeitplan: zehn Arten, die jetzt in ihrer besten Fassung stehen

Es gibt die unwidersprochene Annahme, mit dem Ende des August habe der Garten das Seine getan und es folgten drei braune Wartemonate. Das stimmt nicht - es ist bloß die Folge davon, dass die meisten nur pflanzen, was im Mai blüht. Es gibt gut ein Dutzend Arten, die ihre beste Fassung genau jetzt zeigen, unter einem weicheren Licht, das die Farben intensiver macht als im Sommer.

Der Schlüssel liegt nicht in einer Wunderpflanze, sondern in der Kombination: verschiedene Höhen und verschiedene Blütezeiten, damit sich nicht alles in derselben Woche leert.

Chrysantheme und Aster - die Grundlage

Die Chrysantheme ist der klassische Ankündiger des Herbstes, und das zu Recht: Sie blüht in Gelb, Weiß, Rosa, Rot, Violett und Bronzetönen, es gibt kompakte Sorten für den Topf und höhere für den Garten. Sie braucht einen sehr hellen Platz mit einigen Stunden milder Sonne und einen nährstoffreichen Untergrund, der etwas Feuchtigkeit hält, aber ohne Staunässe. Das Entfernen verwelkter Blüten verlängert die Blütezeit. Kommt eine kalte Nacht, werden die Töpfe an eine Wand oder unter ein Vordach gestellt.

Die Aster hat den entgegengesetzten Charakter - klein, wild wirkend, wie kleine Margeriten in Violett, Blau, Rosa oder Weiß mit gelbem Knopf in der Mitte. Sie eignet sich hervorragend, um Lücken zwischen Sträuchern zu füllen. Sie mag Sonne, in warmen Klimazonen tut ihr in den stärksten Stunden etwas Schatten gut. Gegossen wird, wenn die obere Erdschicht trocken ist, ohne die Blätter stark zu benetzen, denn gute Luftzirkulation schützt sie vor Pilzproblemen.

Dahlie und Fetthenne - zwei entgegengesetzte Strategien

Wer eine Blume will, die das ganze Bild übernimmt, nimmt die Dahlie. Im September bringt sie noch große geometrische Blüten - Weiß, Korall, Bordeaux, Orange, Gelb, Rosa, es gibt auch zweifarbige. Sie verlangt mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich und reichliches, regelmäßiges Gießen, aber kein Wasser, das sich unter dem Topf sammelt. Hohe Stiele brauchen meist eine Stütze, besonders an windigen Standorten.

Die Herbst-Fetthenne ist die gegenteilige Philosophie - für jene, die nicht vom täglichen Gießen abhängen wollen. Ihre Blüten stehen in großen flachen Dolden, die im Lauf der Saison von Rosa in Dunkelrot, Kupfer oder Granat übergehen, und die fleischigen Blätter sind für sich genommen interessant. Sie braucht Sonne und einen leichten Untergrund, gemischt mit Sand oder feinem Kies, wenn der Boden verdichtet ist. Gegossen wird nur, wenn der Untergrund trocken ist - überschüssiges Wasser ist ihr Hauptfeind. Die trockenen Blütenstände bleiben über den Winter dekorativ, es besteht also kein Grund, mit dem Schnitt zu eilen.

Für Schatten und für Bewegung: Herbst-Anemone und Prachtkerze

Die Herbst-Anemone ist die einzige dieser Liste, die Halbschatten und frischen Boden verlangt. Sie hat hohe Stiele und Blüten, die sich im Wind bewegen, in Weiß oder Rosa, manchmal mit dunklerem Ton auf der Rückseite. Sie passt hervorragend zu Farnen und Hortensien. Der Boden sollte dauerhaft Feuchtigkeit halten, ohne zu übersättigen, und Kompost oder eine dünne Mulchschicht um die Basis hilft. Sie braucht Zeit zum Anwachsen - jedes weitere Jahr wird reicher.

Die Prachtkerze, auch Schmetterlingsblume genannt, funktioniert umgekehrt: volle Sonne und ein Untergrund, der ausgezeichnet abtrocknet. Die kleinen weißen oder rosa Blüten sitzen am Ende dünner, biegsamer Ruten und bilden eine leichte Wolke, die bis in den Oktober hält. Einmal angewachsen, verträgt sie Trockenheit gut. Kürzt man die abgeblühten Ruten, treibt sie neue Knospen.

Echinacea, Ziersalbei, Verbene und Sonnenbraut

Die Echinacea hält im September noch große Blüten mit ausgeprägter Mitte, die Bienen und Schmetterlinge anziehen - am bekanntesten ist die violette, es gibt sie aber auch in Weiß, Gelb, Orange, Rosa und Rot. Sie mag einen offenen sonnigen Platz und Boden, der nicht zu viel Wasser hält. Ein Rat, der sich lohnt: Schneiden Sie am Saisonende nicht alle verwelkten Köpfe ab - die Samen dienen den Vögeln als Nahrung.

Viele Sorten des Ziersalbeis blühen auch im Frühherbst. Die aufrechten Ähren in Blau, Violett, Rosa, Rot oder Weiß bilden einen Kontrast zu den runden Blüten von Dahlien und Chrysanthemen. Sie verlangen viel Sonne und lockeren, nicht übermäßig reichen Boden bei mäßigem Gießen. Halten Sie Salbei im Topf, wählen Sie ein Gefäß mit Abzugsloch - ein kleines Detail, das die Pflanze sonst umbringt.

Verbena bonariensis gehört zu den besten, um die Farbe nach dem August zu verlängern: hohe dünne Stiele mit kleinen violetten Blütenständen, die über allem anderen schweben. Sie braucht eine sonnige Ecke und Platz ringsum, damit Luft zirkuliert. Überdüngen Sie sie nicht - zu nährstoffreicher Boden bringt mehr Blätter als Blüten. Lässt man einige Blüten Samen bilden, keimen im nächsten Frühjahr meist von selbst neue Pflanzen.

Die Sonnenbraut trägt die wärmste Palette - Gelb, Orange, Rot, Kupfer und Rosttöne, in margeritenähnlichen Blüten mit leicht gebogenen Blättchen. Sie braucht Sonne und nährstoffreichen Boden, der etwas Feuchtigkeit hält, und in trockenen Tagen ein- bis zweimal wöchentlich durchdringendes Gießen.

All das fügt sich in einen Satz: Der Garten hört im September nicht auf, er ändert den Zeitplan. Nur muss jemand diesen Zeitplan im Voraus geplant haben.