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Die Bougainvillea: die farbenprächtigste Pflanze, die weit weniger Pflege braucht, als man denkt

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Die Bougainvillea: die farbenprächtigste Pflanze, die weit weniger Pflege braucht, als man denkt

Wenn es eine Pflanze gibt, die maximale Wirkung bei minimalem Aufwand liefert, dann ist es die Bougainvillea. Diese Farbexplosion, die wir über Mauern und Tore im ganzen Mittelmeerraum quellen sehen, wirkt, als bräuchte sie viel Pflege - dabei verlangt sie weniger, als man denkt.

Zuerst eine kleine überraschende Wahrheit: Diese leuchtend rosa, violetten, orangen oder roten „Blüten“ sind eigentlich gar keine Blüten. Es sind umgewandelte Blätter, sogenannte Hochblätter, die die Pflanze entwickelt hat, um Bestäuber anzulocken. Die eigentliche Blüte ist der winzige weiße Teil in der Mitte.

Das Geheimnis einer üppigen Bougainvillea läuft auf zwei Dinge hinaus - Sonne und Drainage. Die Sonne ist der wichtigste Faktor: Stellen Sie sie auf die Süd- oder Südwestseite, wo sie mindestens fünf bis sechs Stunden direktes Licht am Tag bekommt. Eine Pflanze im Halbschatten bildet viele Blätter, aber wenig Farbe. Beim Wasser tut ihr paradoxerweise etwas „Durst“ gut - kontrollierter Wasserstress fördert mehr Hochblätter. Im Frühling und Sommer ein- bis zweimal pro Woche gießen und die Erde zwischen den Wassergaben teilweise antrocknen lassen.

Der größte Feind ist ständige Feuchtigkeit, die die Wurzeln faulen lässt und die nächste Blühsaison zerstört. Verwenden Sie deshalb gut durchlässige Erde, gemischt mit Sand oder Perlit, und gießen Sie im Herbst und Winter seltener. Zum Düngen greifen Sie in der Wachstumssaison alle zwei bis drei Wochen zu phosphor- und kaliumreichen Düngern und meiden die stickstoffreichen - die bringen Blätter statt Farbe. Das war's. Sonne, ein wenig Wasser und Geduld - und die Bougainvillea färbt Ihren Hof wie keine andere Pflanze.