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Geschlagen, mit Zigaretten verbrannt, gefilmt: Brutale Gleichaltrigengewalt in Gjorče Petrov

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Sechste Klasse, ein Mädchen aus Gjorče Petrov. Drei ältere Mädchen - Prügel, Demütigung, Verbrennungen mit Zigaretten. Alles mit dem Handy gefilmt. Der Vorfall ereignete sich am helllichten Tag, in einem Park nahe der alten Wolfskulptur - Symbol der Gemeinde - Meter von der Polizeiwache entfernt. Am nächsten Tag war das Video online.

Das Innenministerium bestätigte, dass eine Anzeige eingegangen ist, offizielle Gespräche mit Eltern geführt wurden und Sachbeweise sichergestellt wurden. Die Koordination mit der Staatsanwaltschaft läuft. Das ist die institutionelle Antwort. Die Frage ist jedoch größer: Dies ist nicht der erste Fall. Allein in Skopje haben sich in den letzten Monaten mehrere ähnliche Vorfälle ereignet.

Internationale Analysen zeigen, dass "rund zehn Prozent der Kinder zwischen 11 und 15 Jahren mehrmals monatlich Gleichaltrigengewalt erfahren." Der Ombudsmann warnte, dass Gleichaltrigengewalt "am häufigsten in Grundschulen vorkommt," dass Meldungen zunehmen und die tatsächliche Situation ernster ist, weil digitale Gewalt selten gemeldet wird.

Das Ministerium für digitale Transformation denkt nicht über ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 15 nach - das halten sie für radikal. Die Lösung, heißt es, ist Aufklärung und digitale Medienkompetenz. Wenn das nächste Kind mit einer Zigarette verbrannt wird - wird man eine weitere Broschüre schicken.