Нови клупи и обновени летниковци во паркот „Македонија“: ќе преживеат ли една зима без да бидат уништени
13.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Weniger als eine Stunde von Granada entfernt, in einem Land, das aussieht, als wäre es von einem anderen Planeten geholt, leben Menschen seit Jahrhunderten unter der Erde - und würden dieses Zuhause gegen nichts eintauschen. Die Gegend um Guadix ist das Herz des größten bewohnten Höhlenkomplexes Europas: über 15.000 bewohnte Höhlen, mehr als 2.000 davon allein in Guadix.
Die Landschaft entstand vor Millionen Jahren, als dies der Grund eines uralten Meeres war. Eingeschlossen zwischen Bergen und über fünf Millionen Jahre mit Sediment gefüllt, wurde der Boden dann von Flüssen ausgehöhlt - und schuf ein dramatisches Land in grauen, rötlichen und ockerfarbenen Tönen, mit Schluchten und Graten wie aus einer anderen Welt. Die ersten dokumentierten Höhlenwohnungen erschienen gegen Ende des 10. Jahrhunderts, nach dem Zerfall des Kalifats von Córdoba, mit Verteidigungsebenen, die nach Techniken errichtet wurden, die von Berberstämmen aus dem Atlas mitgebracht wurden.
Was diese Häuser heute zu mehr als einer Touristenattraktion macht, ist einfache Physik. Der Lehm hält eine Innentemperatur von 18 bis 20 Grad das ganze Jahr über - kühl im Sommer, warm im Winter, ohne Stromrechnung. Die Höhlen sind erdbebensicher, ökologisch nachhaltig und günstiger als ein gewöhnliches Haus. In „Las Cuevas de Cabila" in Benalúa schläft man zwischen handgeschlagenen Wänden, mit eingebauten Steinmöbeln, einem Kamin und Blick auf die Sierra Nevada.
Die Umgebung ist ebenso unglaublich wie die Unterkunft. Die Aussichtspunkte „Ende der Welt" bei Beas und Marchal, „Cárcavas de Marchal" mit ihrer versteinerten Landschaft, Guadix mit seiner Kathedrale, in der sich Gotik, Renaissance und Barock überlagern, einer Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert und den Überresten eines römischen Amphitheaters. Und in der Wüste Gorafe bewahrt „Los Coloraos" über 200 Dolmen - die größte Konzentration Europas.
Die Gastronomie erzählt dieselbe Geschichte eines harten, aber großzügigen Landes: Mandeln und Pfirsiche, Buttersorten, Käse, im Holzofen gebackenes Brot, gebratenes Zicklein und „Tintilla de Granada"-Weine von Weinbergen auf 1.300 Metern Höhe. Emilio, gebürtig aus dieser Gegend, sagt, was keine Touristenbroschüre kann: „Wer versucht, in einer Höhle zu leben, tauscht sie gegen nichts ein." Vielleicht weil man unter der Erde, fern vom Lärm, endlich die Stille hört.
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