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Designer verstecken die Klimaanlage nicht: Die Verkleidung, die sie verdeckt, taucht auf der Stromrechnung auf

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Designer verstecken die Klimaanlage nicht: Die Verkleidung, die sie verdeckt, taucht auf der Stromrechnung auf

Die Klimaanlage ist die Rettung der Augustwohnung und zugleich das einzige Stück im Wohnzimmer, das niemand wegen seines Aussehens ausgewählt hat. Sie hängt hoch an der Wand, weiß und rechteckig, und zieht den Blick als Erstes auf sich - besonders in kleinen Räumen, wo jedes Element visuelles Gewicht hat.

Was Innenarchitekten sagen, ist das Gegenteil dessen, was die meisten tun: Man versteckt sie nicht. Man fügt sie ein. Und der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen ist sowohl ästhetisch als auch technisch.

Zuerst mit der Wand verschmelzen

Der einfachste Schritt ist Farbkontinuität. Wenn Wand und Gerät im ähnlichen Ton gehalten sind, wirkt das Gerät weit unauffälliger und hebt sich nicht vom Hintergrund ab. Ist das Splitgerät weiß, hilft ihm eine helle Wand, unbemerkt zu bleiben.

Es muss nicht Weiß sein. Wichtig ist, visuelle Durchgängigkeit zu schaffen, damit es aussieht, als sei das Gerät Teil der Fläche und nicht ein eigenständiger, daran gehängter Gegenstand. In kleinen Wohnzimmern vermitteln einfarbige Wände zudem ein Gefühl von mehr Ordnung und mehr Raum.

Eine Komposition um das Gerät herum, nicht gegen es

Die andere Möglichkeit ist, die Wand selbst zur Komposition zu machen. Bilder, Fotografien, Grafiken oder kleinere Objekte können den Blick auf den Raum als Ganzes lenken statt nur auf die Klimaanlage. Das funktioniert besonders, wenn das Gerät an einer visuell sehr leeren Wand hängt - die Leere macht es auffällig, nicht das Gerät selbst.

Eine Komposition aus Bilderrahmen an der Wand mit einer Hängepflanze

Eine Regel wird nicht gebrochen: Der nötige Abstand rund um das Gerät wird immer eingehalten, und die Zone, aus der die Luft austritt, bleibt frei. Dekoration darf den Betrieb nie behindern, weil das Gerät in diesem Fall Schaden nehmen kann.

Wenn sie über Möbeln hängt

Hängt die Klimaanlage über einem Regal, über dem Fernseher oder über beliebigen Möbeln, kann die Einrichtung selbst für mehr visuelle Kontinuität sorgen. Das Wiederholen von Farben, Materialien oder ähnlichen Linien hilft, alle Elemente als eine Komposition zu lesen.

Das ist besonders interessant in modernen Wohnzimmern, wo Möbel stärker in die Architektur des Raums integriert entworfen werden können. Bei uns, wo das Splitgerät fast immer zuletzt montiert wird, und zwar dort, wo die Leitung herauskommt, ist das ein selteneres Privileg - doch das Prinzip gilt auch für eine bestehende Anordnung.

Pflanzen nehmen den Blick weg

Strategisch platzierte Pflanzen bringen Volumen und Bewegung und schaffen es, die Aufmerksamkeit auf einen anderen Punkt des Raums zu ziehen. Für kleine Wohnzimmer sind Hängepflanzen eine besonders gute Lösung, weil sie Grün hinzufügen, ohne Bodenfläche zu beanspruchen.

Und nun der Fehler, der Geld kostet

Hier kommt der Teil, den kein Katalog ausreichend betont. Hersteller empfehlen, das Innengerät frei zu lassen, um eine ordentliche Luftzirkulation zu gewährleisten. Ist sie behindert, kann das Gerät an Effizienz verlieren - und folglich mehr Energie verbrauchen, um normal zu arbeiten.

Die Dekoration, die das Splitgerät verdeckt, ist also nicht nur ein ästhetisches Problem. Sie taucht auf der Stromrechnung auf.

Aus demselben Grund sind hölzerne Verkleidungen für Splitgeräte, die zu voluminös oder überladen sind, nicht die beste Lösung. In einem kleinen Wohnzimmer können sie als ein weiteres Wandelement enden und den Raum noch voller und überladener machen. Der Gegenstand also, der ein weißes Rechteck verbergen sollte, nimmt am Ende mehr Platz ein als dieses.

Das Gleichgewicht, nicht das Verstecken

Der ganze Sinn liegt darin, ein Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Funktionalität zu finden. Man muss die Klimaanlage nicht verstecken, damit das Wohnzimmer weiterhin schön dekoriert ist. Es genügt, dass sie sich einfügt und aufhört, das erste Element zu sein, auf das der Blick beim Betreten des Raums fällt.

Das ist eine andere Logik als jene, mit der die meisten im August leben: das Gerät als notwendiges Übel, das man der Temperatur wegen erträgt. Designer sagen, es könne einfach ein weiterer Gegenstand im Raum sein. Die Frage ist, warum wir es so lange als etwas behandelt haben, wofür man sich entschuldigen muss.