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Das Ende des Schlafzimmer-Sets: Warum Designer dieses Jahr sagen, zwei gleiche Nachttische seien ein Fehler

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Das Ende des Schlafzimmer-Sets: Warum Designer dieses Jahr sagen, zwei gleiche Nachttische seien ein Fehler

Das Schlafzimmer-Set - Bett, zwei identische Nachttische, vielleicht noch eine Kommode aus derselben Serie - war der sicherste Weg, nichts falsch zu machen. Und genau deshalb verschwindet es jetzt. Designer sagen dieses Jahr, das Mischen von Materialien, Formen und Höhen bringe weit mehr als die zweifache Wiederholung desselben Modells.

Der Anfang ist fast immer gleich: Zuerst wird das Kopfteil gewählt, und die Zweifel beginnen, wenn die Nachttische an der Reihe sind. Dasselbe Holz wiederholen? Ein anderes Material einbringen? Auf Kontrast oder auf Kontinuität setzen? Es gibt eine vierte Option, die immer häufiger wird - einen Nachttisch durch eine Kommode zu ersetzen, wenn Platz oder Stauraumbedarf das verlangen.

Eine universelle Regel gibt es nicht. Die Verbindung zwischen Kopfteil und Nachttischen lässt sich über Material, über Proportionen, über Form oder sogar über die Höhe der Stücke herstellen. Wichtig ist nicht, dass sie wie aus derselben Kollektion aussehen, sondern dass sie zusammenpassen und das Ergebnis ausgewogen wirkt.

Wenn der Nachttisch der Hauptdarsteller ist

Eine Lösung besteht darin, den dramatischen Effekt ganz dem Nachttisch zu überlassen - das Kopfteil bleibt ruhig und neutral, daneben steht ein Stück mit ausgeprägter Form. Die Designerin Bieke Casteleyn und ihr Modell „Out of Line” gehen genau in diese Richtung. Die Logik ist einfach: Wenn alles interessant ist, ist nichts es.

Skulpturaler Nachttisch aus hellem Holz neben einem neutralen Kopfteil

Der gegenteilige Ansatz macht dasselbe über das Material statt über die Form. Naturfasern und Holz zusammen - Rattan, Stroh, Nussbaum - schaffen eine Verbindung, die keine identischen Stücke verlangt. Der Innenarchitekt Alberto Torres nutzt diese Kombination, und sie funktioniert in einer Sechzig-Quadratmeter-Wohnung ebenso wie im Haus.

Wenn es gar kein Kopfteil gibt

Es gibt auch die Variante, in der das Bett ohne Kopfteil bleibt und die ganze Bühne dem Nachttisch gehört. Diese Lösung braucht Mut, denn ein Kopfteil verdeckt gewöhnlich jede Unsauberkeit der Wand dahinter - doch wenn sie gelingt, wirkt der Raum leichter, als er ist.

Schlafzimmer ohne Kopfteil mit einer alten Holzkommode statt eines Nachttischs

Zwischen diesen Extremen liegt ein ganzes Spektrum: dunkle Möbel, die den Raum zusammenhalten, Gitterdetails kombiniert mit Holz, eine Verbeugung vor den Siebzigern über runde Formen, Schmiedeeisen mit Holz oder eine offene Stilmischung, die wirkt, als sei sie über Jahre zusammengetragen. Letzteres ist am schwersten absichtlich hinzubekommen und am schönsten, wenn es gelingt.

Warum das eine gute Nachricht für unsere Wohnungen ist

Das Ende des Sets ist nicht nur ein ästhetischer Trend. Bei uns war das Set eine Notlösung - ein Kauf, eine Lieferung, ein fertiges Zimmer. Mischen heißt, dass der von der Großmutter geerbte Nachttisch nicht weichen muss, damit das neue Bett passt, und dass ein gutes Einzelstück im Ausverkauf nicht sofort die Suche nach seinem Gegenstück erzwingt.

Das ist der Unterschied zwischen einem gekauften Zimmer und einem zusammengestellten. Das zweite kostet meist weniger und sieht fast immer interessanter aus.