Polizist schlug einen gefesselten Mann am Brunnen: Das Ministerium zeigte den eigenen Mann an - drei Monate später
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12.04.2026
Die teuerste Entscheidung dieser Renovierung im Barceloner Eixample war, fast nichts abzureißen. Die katalanischen Gewölbe blieben. Die originalen Decken blieben. Die massive Nussbaumschreinerei mit ihren Bögen blieb. Und darüber legte sich statt eines Umbaus ein Eingriff, der bewusst nicht auffallen will.
Das Projekt stammt vom Studio ABAG und von Abel Pérez Gabucio, der die Linie selbst benennt - ein weicher mediterraner Stil mit industrieller Sprache darunter. In der Praxis heißt das: Jeder Balken und jedes Gewölbe verschwinden nicht hinter Gipskarton, sondern erzählen den Raum mit. Wer schon einmal eine sanierte Altbauwohnung gesehen hat, in der alles weiß übermalt wurde, damit es „neu aussieht”, kennt den Unterschied.
Das Herz der Wohnung ist ein großer gemeinsamer Raum, in dem Küche, Esszimmer und Wohnzimmer ohne Trennwände ineinanderfließen. Der Boden ist durchgehend, in Mikrozement ausgeführt, und dient als neutrale Basis für eigens für dieses Projekt gefertigte Stücke. Auf dieser neutralen Basis stehen zwei skulpturale Sofas in kräftigem Grün, und über dem Kamin hält eine Hängekonstruktion, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Barceloner Studio Marlot Baus, die Aufmerksamkeit, ohne den Fluss des Raums zu unterbrechen.

Im Essbereich steht ein eigens für das Haus entworfener geschwungener Tisch, eine skulpturale Deckenleuchte und ein großer Spiegel; die Komposition schließt eine abgerundete Bank in Kombination mit verschiedenen Stühlen. Die Lösung ist nicht dekorativ - die Bank spart Platz und verstärkt zugleich den organischen Ton des gesamten Projekts. Die Vorhänge bestehen zu hundert Prozent aus Leinen und sind nicht da, um etwas zu verbergen: Sie filtern das Licht und tragen die Wärme, die Mikrozement von sich aus nicht hat.
Die Küche steht als skulpturales Stück in der Ecke des Gemeinschaftsraums. Die Oberschränke sind mit strukturierten Holzpaneelen verkleidet und reichen in hellem Ton bis zur Decke, was den Stauraum vervielfacht, ohne den Raum schwer wirken zu lassen. Die Insel hat eine Travertinplatte und ist der Ort für Frühstück und schnelle Mahlzeiten - das, was ermöglicht zu kochen, während die Gäste schon da sind, statt in einem separaten Raum zu verschwinden.
Der private Teil trägt das, was das Studio als Luxus beschreibt, der als Erfahrung und nicht als Material zum Vorzeigen verstanden wird. Das Hauptschlafzimmer ist in hellen neutralen Tönen und bewusst zurückhaltender Dekoration gehalten, mit einer freistehenden Wanne unter einem Bogengewölbe. Daneben liegt ein Bereich mit Sauna und Hamam - einem türkischen Bad - was in einer Stadtwohnung eine Seltenheit ist und neben der Entspannung konkrete Vorteile für den Körper bringt.

Das Bad ist in diesem Haus kein Nebenraum mehr, sondern ein Ort der Erholung, und das zeigt die Materialwahl: grüner Onyx als Verkleidung, kombiniert mit Armaturen aus Kupfer. Das Grün ist weder zufällig noch nur hier - es wiederholt sich durch die ganze Wohnung, von den Sofas bis ins Bad, und es ist das, was die Räume zu einer Sprache verbindet. Dasselbe Prinzip greift bei den gerippten Holzfronten, die sowohl an der Bibliothek im privaten Teil als auch an der Kücheninsel auftauchen.
Das Verhältnis zum Außenraum schließt den Kreis. Terrasse und Balkon verlängern die Wohnung zur Stadt hin, und auf der Terrasse liegt ein maßgefertigtes Mosaik, das die spanische Keramiktradition mit zeitgenössischem Blick auffrischt. Das gesamte Projekt hält an einer Regel fest, die kein Budget zur Umsetzung braucht - dieselbe Palette, derselbe Boden, dieselben Materialien in allen Räumen. Das ist es, was eine Wohnung durchdacht wirken lässt und nicht Stück für Stück möbliert.
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