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Mazedonier (24) in Deutschland niedergestochen, die drei Festgenommenen wieder auf freiem Fuß

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Ein 24-jähriger mazedonischer Staatsbürger ist bei einer Auseinandersetzung zweier Gruppen im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg mit einem Messer schwer verletzt worden. Laut deutscher Polizei geschah der Vorfall am Samstag gegen 4:20 Uhr morgens in der Kirchstraße, nahe dem Marktplatz.

Das Muster kennt jeder, der nachts unterwegs war: ein Wortgefecht, das binnen Minuten zur Schlägerei wird. Dabei zog ein 23-jähriger Bad Segeberger, deutscher Staatsbürger, ein Messer und fügte dem jungen Mazedonier schwere Verletzungen zu. Verletzt wurde auch ein 23-jähriger irakischer Staatsbürger.

Sein Leben retteten zufällige Passanten. Sie und die ersten Helfer leisteten Erste Hilfe und versuchten, die starke Blutung zu stoppen. Die eintreffenden Polizisten versorgten ihn mit einem Druckverband. Mit dem Rettungswagen kam er ins Krankenhaus und wurde noch am selben Morgen notoperiert. Die Verletzung galt zunächst als lebensgefährlich, nach der Operation erklärten die Ärzte jedoch, dass er nicht mehr in Lebensgefahr sei.

Nach dem Angriff flüchteten drei Männer - darunter der mutmaßliche Messerangreifer - mit einem Auto. Später wurden sie in einer örtlichen Klinik gefunden und vorläufig festgenommen: der 23-jährige Verdächtige und zwei weitere deutsche Staatsbürger im Alter von 22 und 23 Jahren. Alle drei hatten leichtere Verletzungen aus der Schlägerei.

Notoperation für den einen, Freiheit für die anderen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel wurden allen fünf Beteiligten Blutproben entnommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Identifizierung ordnete die Staatsanwaltschaft an, die Männer auf freien Fuß zu setzen. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg ermittelt und sucht Zeugen.

Geschichten über junge Mazedonier in Deutschland erreichen die Heimat selten - außer sie landen in einem Polizeibericht. Ob jemand für den Angriff zur Verantwortung gezogen wird, entscheidet die deutsche Staatsanwaltschaft. Die Familie des jungen Mannes hat vorerst wenigstens eine gute Nachricht: Er ist außer Lebensgefahr.