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Vierzehn Stunden Gebet in Prechista bei Kichevo: der griechische Chor, der bei einer Krönung in London sang, kam ins siebenhundert Jahre alte Kloster

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Vierzehn Stunden Gebet in Prechista bei Kichevo: der griechische Chor, der bei einer Krönung in London sang, kam ins siebenhundert Jahre alte Kloster

Die Nachtwache im Kloster „Allerheiligste Gottesmutter - Prechista“ bei Kichevo begann am 27. August um 21:30 Uhr und dauerte fast vierzehn Stunden. Keine volle Stunde, keine zwei. Vierzehn - bis in die Mittagsstunden des nächsten Tages.

Den Gottesdienst zum Fest der Entschlafung der Gottesmutter leitete Bischof Parteni von Antania, Abt des Klosters Bigorski. In dem siebenhundert Jahre alten Heiligtum versammelten sich die Mönchsgemeinschaften von Bigorski, Rajchica und Prechista, zusammen mit Gläubigen aus mehreren Landesteilen. Aus dem Kloster heißt es, besonders groß sei die Zahl junger Menschen gewesen, die die ganze Nacht in der Kirche blieben.

Der Chor, der bei einer Krönung in London sang, jetzt in Kichevo

Das größte Zeichen der diesjährigen Feier war der Auftritt des griechischen Chors für ostorthodoxen Kirchengesang „Tropos“ unter Leitung des Chorarchen und Professors Konstantinos Angelidis. Zum ersten Mal füllten seine Mitglieder die Gewölbe der Prechista-Kirche mit byzantinischer Psalmodie - gemeinsam mit den Sängern des Kichevoer Chors „Metropolit Kozma von Prechista“ und mit dem Bigorski-Chor.

Es ist ein Chor, der laut Berichten von der Veranstaltung auch bei der Krönung des Königs von England sang. Hier gibt es keine Kampagne, keine Haushaltslinie, keine Pressekonferenz mit einem Minister. Nur ein Kloster bei Kichevo, das ihn herholen konnte.

Während der Matutin wurde das Grabtuch der Gottesmutter herausgetragen, danach fand eine Prozession um die Kirche mit Wasserweihe statt. Das Fest hatte dieses Jahr noch ein Zeichen - die erneuerte Ikonostase in der Kirche, gefertigt mit Hilfe des Wohltäters Goran Mojsoski. Nach der Liturgie dankte ihm Bischof Parteni für seinen Beitrag zur Erneuerung des Heiligtums.

In seiner Predigt sprach Parteni davon, dass die Entschlafung kein trauriges Ende sei, sondern ein Übergang zur himmlischen Herrlichkeit. „Mit ihrer Entschlafung hat sie sich nicht von der Kirche entfernt, sondern ist auf geheimnisvolle und gnadenreiche Weise in ihrem Leben noch gegenwärtiger geworden“, sagte er.

Die Geschichte ist hier keine theologische. Sie handelt davon, dass ein siebenhundert Jahre altes Kloster in der Region Kichevo - einem Gebiet, das im öffentlichen Diskurs fast ausschließlich über Politik, Parteiabrechnungen und lokale Streitigkeiten vorkommt - für eine Nacht eine volle Kirche, drei Chöre und Menschen aus dem ganzen Land zusammenbrachte. Organisiert hat das kein Ministerium.