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Der Stadtreinigungsbetrieb sagt, er wasche täglich - die Skopjer posten Fotos von den Pfützen

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Der Stadtreinigungsbetrieb sagt, er wasche täglich - die Skopjer posten Fotos von den Pfützen

Der städtische Betrieb Komunalna Higiena - Skopje teilt mit, seine Teams reinigten täglich von Hand die Mikrostandorte, an denen die Müllbehälter stehen, in allen Skopjer Gemeinden. Die Reinigung finde überwiegend in den späten Abendstunden statt, nach der Leerung der Behälter.

Die Skopjer wiederum posten Fotos.

„Vor den Gebäuden 30-28 in der Vidoe-Smilevski-Bato-Strasse haben die Stadtreiniger eine stinkende Pfütze hinterlassen, die eine potenzielle Bombe für allerlei Infektionen ist“, schreibt ein Anwohner und fügt hinzu, diese Nebenstrasse sei seit der Amtszeit eines Bürgermeisters vor drei Mandaten nicht gereinigt worden. Und er fordert, dass ein Inspektor vor Ort kommt.

Was tatsächlich gewaschen wurde

Die Mitteilung ist präzise, wenn es um konkrete Orte geht. Vor dem Fest Mariä Entschlafung reinigten die Teams den gesamten Bereich vor der Kirche Mariä Geburt im Stadtzentrum sowie die Umgebung und den Hof des Klosters Mariä Entschlafung in der Matka-Schlucht.

Das stimmt, ist dokumentiert und verdient Anerkennung. Das Problem ist die Übersetzung von „wir haben vor dem Feiertag vor den Kirchen gewaschen“ in „wir waschen täglich überall“. Das sind zwei verschiedene Behauptungen, und die zweite steht in der Mitteilung.

Der Betrieb ergänzt, er setze auch die maschinelle Reinigung von Boulevards und Strassen mit Tankfahrzeugen fort. Niemand bestreitet, dass das geschieht. Die Frage ist, in welcher Frequenz, in welchen Vierteln, und warum der Unterschied zwischen Zentrum und Peripherie so sichtbar ist, dass Bürger ihn fotografieren.

Der Feiertag als Fahrplan

Es hat etwas Vertrautes, dass die Reinigung genau vor einem grossen Feiertag und genau vor den Kirchen verstärkt wird. Falsch ist das nicht - im Gegenteil. Aber wenn Hygiene einen Kalender statt eines Fahrplans hat, versteht man leicht, warum eine Mitteilung mit dem Wort „täglich“ auf Unglauben stösst.

Skopje beschwert sich nicht über die Kirchen. Es beschwert sich über die Sickerflüssigkeit rund um die Container in Nebenstrassen, durch die seit Jahren kein Inspektor gegangen ist. Und während Mitteilungen und Fotos aneinander vorbeilaufen, bleibt der einzige Schiedsrichter die Nase dessen, der heute Abend über diesen Gehweg geht.