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Inflation in der Eurozone Richtung 3,3 Prozent: die EZB entscheidet am 10. September, und Deutschland ist der größte Abnehmer mazedonischer Exporte

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Inflation in der Eurozone Richtung 3,3 Prozent: die EZB entscheidet am 10. September, und Deutschland ist der größte Abnehmer mazedonischer Exporte

Die Inflation in der Eurozone dürfte im August 3,3 Prozent im Jahresvergleich erreichen. Das wäre der höchste Stand seit 2023. Im Juli lag sie bei 2,9 Prozent, zeigt eine Bloomberg-Umfrage unter 31 Ökonomen.

Haupttreiber ist die Energie - anhaltende Spannungen im Nahen Osten und höhere Kraftstoffkosten. Für Deutschland wird eine Inflation von 3,1 Prozent prognostiziert, der höchste Wert seit Anfang 2024. In Italien werden rund 3,4 Prozent erwartet, der höchste Stand seit fast drei Jahren. Daten aus Spanien und Frankreich zeigten bereits stärkeren Preisdruck als erwartet.

Die Entscheidung am 10. September

Die Europäische Zentralbank trifft am 10. September eine neue Zinsentscheidung. An den Märkten wachsen die Erwartungen, dass die EZB die Finanzierungskosten erneut anhebt, falls sich die Inflation weiter vom Zwei-Prozent-Ziel entfernt.

Eines gibt ihr Raum für vorsichtigen Optimismus: Die Kerninflation, die volatile Energiepreise und andere schwankende Kategorien ausklammert, dürfte bei rund 2,5 Prozent bleiben. Das Problem ist also in der Energie konzentriert und nicht über die gesamte Wirtschaft verteilt.

Ein Teil der EZB-Vertreter warnt bereits, der Inflationsdruck werde nicht von allein verschwinden. Bleibt das Preiswachstum länger über dem gewünschten Niveau, wird eine erneute Zinserhöhung zur Option - und das bedeutet teurere Finanzierung für jeden, der in der Eurozone mit Kredit arbeitet.

Deutschland, wo die Inflation den höchsten Stand seit Anfang 2024 erreichen dürfte, ist mit deutlichem Abstand Mazedoniens größtes Exportziel. Nach Daten für 2024 belaufen sich die mazedonischen Exporte nach Deutschland auf 3,35 Milliarden Dollar - fast das Vierfache des nächstplatzierten Landes. Jede EZB-Entscheidung, die die deutsche Wirtschaft bremst, trifft auch die Aufträge, die hier in den Fabriken ankommen.

Der bisherige Inflationszyklus in Europa hat eines bereits gezeigt: Wenn die Energie die Rate nach oben drückt, trifft die Reaktion über die Zinsen auch jene, die mit Energie nichts zu tun haben.