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Schnellstraßen für Ostmazedonien: wieder eine Ankündigung, wieder nur eine Studie

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Schnellstraßen für Ostmazedonien: wieder eine Ankündigung, wieder nur eine Studie

Ostmazedonien wartet seit Jahrzehnten auf Straßen, die andere Landesteile längst haben - und jetzt bekommt es erneut ein Versprechen. Vize-Premier und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski kündigte eine Ausschreibung für Studien für zwei Schnellstraßen an: Kochani - Vinica - Delchevo und Radovish - Strumica.

„Wir schreiben alle nötigen Studien für die Schnellstraße Kochani - Vinica - Delchevo aus, und bald folgt auch eine für die Schnellstraße Radovish - Strumica", erklärte Nikoloski. Ihm zufolge führt die Regierung diese Projekte parallel zum Autobahnbau, um eine ausgewogenere regionale Entwicklung und bessere Anbindung auch im Osten des Landes zu sichern.

Hier lohnt es, bei einem wichtigen Unterschied innezuhalten, den Ankündigungen gern verwischen: Das ist eine Ausschreibung für Studien, nicht für den Bau. Keine Frist, kein Preis, kein Bauunternehmen - vorerst gibt es nur eine Machbarkeitsstudien-Phase. Und die Distanz zwischen „wir haben eine Studie ausgeschrieben" und „die Straße ist gebaut und befahren" misst man in Mazedonien nicht in Monaten, sondern in Regierungen.

Die Ostregion verdient diese Investition, und die Anbindung würde den Menschen und der Wirtschaft dort viel bedeuten. Aber die Bürger von Kochani, Vinica, Delchevo, Radovish und Strumica haben solche Ankündigungen schon früher gehört. Die Frage ist nicht, ob die Studie erstellt wird - sondern ob diese Regierung, oder die nächste, oder die danach, den Asphalt tatsächlich verlegt. Bis dahin ist ein Versprechen nur ein Versprechen.