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Skopjes Imbiss Sedmica wird nach 30 Jahren abgerissen - und die Gemeinde schweigt zur Genehmigung

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Skopjes Imbiss Sedmica wird nach 30 Jahren abgerissen - und die Gemeinde schweigt zur Genehmigung

Wieder verschwindet ein Stück des alten Skopje. Der bekannte Imbiss „Sedmica", gegenüber der griechischen Botschaft in der Borka-Taleski-Straße, wird abgerissen - um Platz für ein Gebäude zu schaffen. Seit einigen Tagen reißen Baumaschinen das Haus ab, in dem das Lokal dreißig Jahre lang war. Das Grundstück ist mit Brettern abgezäunt, und vom Imbiss sind nur Schutt und Erinnerungen geblieben.

Für viele Menschen in Skopje war „Sedmica" nicht nur ein Ort zum Essen - es war einer jener festen Punkte der Stadt, die gleich bleiben, während sich alles um sie herum verändert. Dreißig Jahre reichen, damit mehrere Generationen hier vorbeigekommen sind. Wenn ein solcher Ort verschwindet, verliert man nicht nur ein Lokal; man verliert ein kleines Stück der alltäglichen Landschaft der Stadt, von jener Sorte, die nirgends verzeichnet ist, die aber alle kennen.

An seiner Stelle plant der Investor laut dem detaillierten Bebauungsplan „Buњakovec 1" ein Gebäude mit Erdgeschoss, vier Etagen und Dachgeschoss. Eine Standardgeschichte des Bauens für das Zentrum von Skopje - ein Haus fällt, ein Gebäude steigt, die Stadt wird dichter. Die Frage, ob dieser Teil des Zentrums das überhaupt braucht und wie der Neubau aussehen wird, bleibt wie üblich ohne klare Antwort.

Und dann ist da noch der unangenehme Teil. Die Gemeinde Centar hat auf die Frage nach der Baugenehmigung nicht geantwortet, und die Identität des Investors bleibt unbekannt. Wenn sich öffentlicher Raum im Stadtzentrum verändert und die Institution zu den Details schweigt, weckt das genau jenen Verdacht, den das Schweigen sonst vermeiden will. Wer baut, was gebaut wird und mit wessen Genehmigung - das sind keine Geheimnisse, die man vor den Bürgern verstecken müsste. Oder zumindest sollte es keine sein.