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Zwei Millionen Passagiere in einem halben Jahr: Macedonias Flughäfen wachsen um 28 Prozent

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Zwei Millionen Passagiere in einem halben Jahr: Macedonias Flughäfen wachsen um 28 Prozent

Macedonias Flughäfen verzeichnen Zahlen, mit denen wir uns selten rühmen können. Der Internationale Flughafen Skopje und der Flughafen „Hl. Apostel Paulus" in Ohrid haben allein in der ersten Hälfte des Jahres 2026 fast zwei Millionen Passagiere abgefertigt - ein Wachstum von rund 28 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr, teilte der Konzessionär TAV Macedonia mit.

Die Zahl ist wirklich beeindruckend und verdient Anerkennung - der Verkehr wächst, die Verbindungen ins Ausland werden dichter, und das bedeutet auch mehr Möglichkeiten zum Reisen, für Geschäfte und für den Tourismus. Wenn ein Flughafen in einem Land von zwei Millionen Menschen zwei Millionen Passagiere in einem halben Jahr abfertigt, ist das keine Kleinigkeit; es ist ein Zeichen, dass Macedonia immer stärker mit der Welt verbunden ist.

Doch hinter jeder schönen Zahl lohnt sich der Blick darauf, was unter ihr liegt. Das Wachstum des Passagierverkehrs ist zum Teil auch Ausdruck von etwas weniger Erfreulichem - wie viele Makedonier reisen, weil sie im Ausland arbeiten oder leben und nur zu Besuch zurückkehren. Ein wachsender Flughafen ist zugleich eine Brücke nach Hause und ein Maß dafür, wie viele Menschen dieses Zuhause verlassen haben. Beides ist gleichzeitig wahr.

Dennoch ist die Zahl für TAV und für den Staat ein Erfolg, der sich leicht verkaufen lässt - Wachstum, Rekorde, Investitionen. Die Frage, die selten laut gestellt wird, ist, ob mit diesem Wachstum auch die Leistungen Schritt halten: Ticketpreise, Infrastruktur, fehlende Verbindungen. Zwei Millionen Passagiere sind eine gute Nachricht. Noch besser wäre es, wenn diese Passagiere einen Flughafen und Strecken auf dem Niveau der Zahl bekämen, die sie füllen.