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50.000 Euro, ein Richter und der Teufel: Ex-Staatsanwalt Stafa sitzt bereits im Gefaengnis

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Fehmi Stafa, ehemaliger Staatsanwalt und Anwalt, sitzt bereits im Gefaengnis Shutka. Strafe: ein Jahr und drei Monate. Anklage: Annahme von 50.000 Euro Bestechungsgeld zur Beeinflussung eines Berufungsrichters. Er schloss einen Deal mit der Staatsanwaltschaft, legte ein Gestaendnis ab und ging direkt hinter Gitter.

Das Schema ist klassisch. Stafa erhielt am 6. Oktober 2025 30.000 Euro von der Schwester von Lupcho Petsov - bekannt als "der Teufel" - einem Fluechtigen, der wegen Straftaten gegen die oeffentlichen Finanzen angeklagt ist. Am 13. Dezember forderte und erhielt er weitere 20.000 Euro. Unmittelbar nach Erhalt der zweiten Zahlung wurde er mit dem Geld bei sich verhaftet.

100.000 Euro fuer die Aufhebung der Untersuchungshaft

Urspruenglich forderte Stafa 100.000 Euro fuer die Vermittlung bei Richter Gjorgje Ristov am Berufungsgericht zur Aufhebung des Haftbefehls gegen Petsov. Er erhielt die Haelfte. Die Anklagebehoerde fuer organisierte Kriminalitaet praezisiert, dass diese 50.000 Euro getrennt von den 350.000 Euro sind, die im Garten der Eltern von Richter Ristov vergraben gefunden wurden.

Stafa uebte die Funktion des Staatsanwalts von 2018 bis 2022 aus. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Anwalt und gehoerte zu den Kandidaten fuer einen Sitz im Justizrat. Das heisst: Ein Mann, der sich bewarb, Teil des Gremiums zu sein, das Richter beaufsichtigt - nahm Bestechungsgelder an, um Richter zu beeinflussen.

350.000 Euro in einem Garten vergraben, 50.000 Euro in der Tasche eines ehemaligen Staatsanwalts, ein Richter unter Ermittlung - und all das fuer einen Fluechtigen namens "der Teufel." Waere dies ein Film, wuerde niemand es glauben. Aber dies ist mazedonische Justiz, wo die Realitaet immer schockierender ist als die Fiktion.