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Über 2 Milliarden Denar an Tabaksubventionen ausgezahlt: Das Geld ist da, doch hat Tabak eine Zukunft

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Über 2 Milliarden Denar an Tabaksubventionen ausgezahlt: Das Geld ist da, doch hat Tabak eine Zukunft

Das Finanzministerium hat über 2 Milliarden Denar an Tabaksubventionen ausgezahlt - genauer 2.028.714.243 Denar - bestimmt für 15.144 Tabakerzeuger für den produzierten und abgelieferten Tabak aus der Ernte 2025. Eine Zahl, die beeindruckend klingt, doch dahinter steht eine viel ältere und schwerere Geschichte.

Tabak ist in Mazedonien nicht nur eine Feldfrucht - er ist eine Lebensweise für ganze Regionen, besonders im Süden und Osten des Landes. Zehntausende Familien knüpfen seit Jahrzehnten ihre Existenz an ein Blatt, das in der Gluthitze gepflückt, im Trockenschuppen getrocknet und zu einem Preis abgeliefert wird, bei dem die Erzeuger selten ein Wort mitzureden haben. Genau deshalb ist die Subvention so wichtig: Für viele ist sie kein Bonus, sondern Teil einer Rechnung, die sich sonst nicht aufgeht.

Dennoch sollte man die Zahl von zwei Milliarden Denar nüchtern lesen. Auf 15.144 Erzeuger verteilt, bedeutet sie, dass der durchschnittliche Tabakbauer weit weniger bekommt, als die Überschrift suggeriert. Und hier liegt die ewige Frage des mazedonischen Tabakanbaus: Ist die staatliche Förderung eine Strategie für die Zukunft dieses Zweigs, oder nur das jährliche Löschen eines Brandes, damit die Familien, die Generation um Generation ein Blatt pflücken, an das sich die Welt immer weniger gewöhnt, nicht aufbegehren. Das Geld ist ausgezahlt - doch ob Tabak eine Zukunft hat oder nur eine Subvention, bleibt offen.