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Straße von Hormus wieder offen, doch das Öl kehrt nicht sofort zurück: vollständige Erholung in Monaten

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Straße von Hormus wieder offen, doch das Öl kehrt nicht sofort zurück: vollständige Erholung in Monaten

Nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus, erreicht durch eine vorübergehende Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA, fielen die Ölpreise am Montag. Doch Analysten gossen sofort kaltes Wasser auf die Euphorie - eine vollständige Erholung der Öllieferung wird nicht Tage dauern, sondern Wochen, ja Monate.

Die Ausmaße sind enorm. Vor dem Konflikt passierte ein Fünftel des weltweiten Öls diese schmale Meerespassage. Jetzt können Hunderte Handelsschiffe noch immer nicht durch - Schätzungen zufolge warten rund 500 Schiffe im Persischen Golf, und sie können nicht alle auf einmal die Meerenge nutzen. Vor sicherer Schifffahrt, sagen Experten, brauche es eine Minenräumung und die Wiederherstellung international anerkannter Korridore.

Auch die Produzenten können die früheren Mengen nicht an einem Tag wiederherstellen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate könnten sich über alternative Routen schneller erholen, während der Irak vor weit größeren Schwierigkeiten steht. „Die Stimmung hat sich deutlich gebessert. Aber Stimmung ist nicht dasselbe wie Angebot", fasst ein Analyst bildhaft zusammen. Ökonomen schätzen, dass die Energieströme erst um September auf 80 Prozent des Vorkonfliktniveaus zurückkehren könnten.

Für den Balkan ist das keine ferne Nachricht von den Ölbörsen. Jede Verschiebung des globalen Ölpreises erreicht innerhalb weniger Wochen unsere Zapfsäulen, im Preis für Treibstoff, Transport und letztlich - für alles, was gefahren und geliefert wird. Wenn die großen Akteure Krieg führen und über eine Meerenge am anderen Ende der Welt verhandeln, landet die Rechnung nicht selten im Budget eines gewöhnlichen Balkanhaushalts. Die Waffenruhe ist eine gute Nachricht; erwarten Sie nur nicht, dass Benzin sofort billiger wird.