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Tetovo erhält eine 20-Millionen-Euro-Investition und 412 Arbeitsplätze: Versprechen misst man, wenn der erste Lohn gezahlt wird

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Tetovo erhält eine 20-Millionen-Euro-Investition und 412 Arbeitsplätze: Versprechen misst man, wenn der erste Lohn gezahlt wird

In Tetovo wurde eine neue ausländische Investition im Wert von 20 Millionen Euro angekündigt, mit dem Versprechen von 412 neuen Arbeitsplätzen. Das Unternehmen Giavotto Automotive, ein Hersteller von Autokomponenten mit über 40 Jahren Erfahrung, wird in der Industriezone TIRZ Tetovo ein Werk bauen, in dem Teile für weltbekannte Automarken produziert werden.

Ministerpräsident Hristijan Mickoski nutzte die Gelegenheit für eine Botschaft in seinem unverkennbaren Stil: „Wir versprechen keine Fabriken - wir eröffnen Fabriken. Wir versprechen keine Arbeitsplätze - wir schaffen Arbeitsplätze. Wir reden nicht von Entwicklung - wir verwirklichen sie." Bei Vollauslastung projiziert das Unternehmen einen jährlichen Export von rund 45 Millionen Euro - eine Zahl, die, wenn sie sich realisiert, wirklich etwas für die Region Tetovo bedeutet.

Und hier kommt die unvermeidliche Balkan-Skepsis, nicht aus bösem Willen, sondern aus Erfahrung. Ankündigungen von Investitionen, eröffneten Fabriken und Hunderten von Arbeitsplätzen sind bei uns so häufig wie durchschnittene Bänder - und die Kluft zwischen einer feierlichen Eröffnung und einem realen Werk, das drei Jahre später auf Vollauslastung läuft, kann riesig sein. Wird Giavotto wirklich 412 Menschen einstellen, oder schmilzt die Zahl wie bei früheren „Weltmarken"? Die Antwort liegt nicht in der heutigen Pressekonferenz, sondern in den Gehaltslisten in zwei Jahren. Versprechen sind kostenlos; Arbeitsplätze misst man, wenn der erste Lohn gezahlt wird.