Trump kündigt neue Sanktionen gegen Russland an: Die Moral hat sich nicht geändert, die Rechnung schon
17.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das Medienimperium der Familie Murdoch macht einen großen Schritt. Fox wird das Streaming-Unternehmen Roku in einem Aktien- und Bargeschäft im Wert von rund 22 Milliarden Dollar (20 Milliarden Euro) kaufen - einer der größten Medienkäufe der letzten Jahre. Roku ist die Software, die viele der Smart-TVs und Streaming-Geräte antreibt, die die Menschen bereits in ihren Wohnzimmern haben, mit einer Reichweite von bis zu 100 Millionen Haushalten.
Fox sagt, das fusionierte Unternehmen werde nach Zuschauerzahlen das drittgrößte Fernsehgeschäft in den USA. Die Rechnung ist klar: Fox' Nachrichten- und Sportkanäle plus ihr kostenloser Streamingdienst Tubi, kombiniert mit der Roku-Plattform, bedeuten direkten Zugang zu einem riesigen Publikum und - was für sie wichtiger ist - zu Werbedaten. Geschäftsführer Lachlan Murdoch nannte den Deal einen „prägenden" Moment für das Unternehmen.
Die Übersetzung ist einfacher als die Pressemitteilung. Das traditionelle Fernsehen stirbt langsam, und jene, die seit Jahrzehnten die Macht halten, kaufen nun die Infrastruktur, über die wir alles andere schauen. Sie kaufen keine Inhalte - sie kaufen die Kontrolle darüber, was auf dem Bildschirm erscheint, bevor wir die Taste drücken. Wenn ein einzelner Mediengigant sowohl die Kanäle als auch die Player-Software besitzt, ist die Auswahl, die uns angeboten wird, bereits maßgeschneidert.
Für die Region ist das keine so ferne Nachricht, wie es scheint. Dieselbe Konsolidierungslogik hat auch uns schon erreicht - große Akteure kaufen Fernsehsender und Plattformen auf, und der Zuschauer glaubt, frei zu wählen, während der Eigentümer ihm die Speisekarte schreibt. Roku erfand den Streaming-Fernseher; nun entscheidet Murdoch, was das nächste Kapitel ist. Die Frage ist, für wessen Augen und mit wessen Werbung.
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