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Vučić erhält Chinas höchsten Orden von Xi - 23 Abkommen, 85 Prozent Exportwachstum und China noch tiefer im Balkan

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Vučić erhält Chinas höchsten Orden von Xi - 23 Abkommen, 85 Prozent Exportwachstum und China noch tiefer im Balkan

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić erhielt die höchste staatliche Auszeichnung der Volksrepublik China für ausländische Staatsbürger - den Orden der Freundschaft - überreicht persönlich von Präsident Xi Jinping während eines Staatsbesuchs in Peking (24.-28. Mai 2026). Eine Szene, die in serbischen Medien als „historischer Moment" gefeiert wird, liest sich im Rest der Region etwas anders.

„Ich nehme den Orden nicht nur in meinem Namen an, sondern im Namen des serbischen Volkes und aller Bürger Serbiens", sagte Vučić nach der Zeremonie. Xi seinerseits erklärte, die chinesisch-serbische Freundschaft habe „eine Prüfung durch Blut und Feuer bestanden" und die Partnerschaft sei „unbezahlbar inmitten schnell wechselnder internationaler Umstände". Das ist die diplomatische Übersetzung für etwas viel Konkreteres: China beobachtet wohlgefällig, wie Serbien als sein Aussenposten auf dem Balkan funktioniert.

Die beiden unterzeichneten 23 bilaterale Abkommen. Vučić betonte, der serbische Export nach China sei in den ersten vier Monaten 2026 um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Ein gewaltiger Sprung - aber man muss die Basis sehen: Wenn der Export ein Jahr zuvor sehr klein war, sind 85 Prozent leicht zu erreichen. Eine Zahl ohne absolute Werte ist PR, keine Analyse.

Der Kontext ist interessanter. China hat Investitionen in serbische Brücken, Eisenbahnen und Bergbau - Xis vorherige Reise nach Smederevo 2015 eröffnete dieses Modell. Was bekam China: einen Kontrollpunkt am südosteuropäischen Markt, Eintritt in den Schienenkorridor Richtung Budapest und Absatz für eigene Technologieprodukte. Was bekam Serbien: Geld, Infrastruktur und eine Ehe, in der der Weg in die EU immer komplizierter wird.

Für Mazedonien lautet die Frage direkt: Was bedeutet es für uns, wenn China einen „Freund" in Belgrad hat, der mehr oder weniger offen als Agent in der Region funktioniert? Wirtschaftlich - Konkurrenz um Investitionsgelder. Diplomatisch - eine weitere Stimme in Brüssel, die unsere Integration verzögert. Strategisch - weniger Spielraum.

Vučić bekam den Orden. Xi bekam den strategischen Vorteil. Das ist der Handel dieser Reise - und es ist kein „Moment der Freundschaft". Es ist eine Seite in einem grossen Buch, das seit 2015 geschrieben wird und das wir in der Nachbarschaft genau lesen sollten.