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Die Wechselstuben reiben sich die Hände: 587 Millionen Euro in zwei Sommermonaten im Vorjahr

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Die Wechselstuben reiben sich die Hände: 587 Millionen Euro in zwei Sommermonaten im Vorjahr

Es ist Sommer, und für die Wechselstuben bedeutet das eines - die Saison der vollen Kassen. Den Daten zufolge wurde allein in zwei Sommermonaten im Vorjahr über die Wechselstuben im Land ein Umsatz von 587 Millionen Euro erzielt, während die Bürger auf Jahresbasis Devisen im Wert von über 2,2 Milliarden Euro tauschten.

Die Zahlen sagen mehr, als auf den ersten Blick scheint. Der Sommeranstieg kommt vor allem von Auswanderern, die zum Urlaub heimkehren und Euro mitbringen, und von Touristen - zwei Gruppen, von denen die mazedonische Wirtschaft zunehmend abhängt. Wenn ein Sektor gerade in den Monaten am stärksten wächst, in denen die Diaspora nach Hause kommt, ist das auch eine Erinnerung daran, wie sehr unser Land von jenen lebt, die gegangen sind.

Hinter dem gesunden Bild eines Umsatzes in Milliardenhöhe steht auch eine leisere Wahrheit. Der starke Devisenzufluss aus Diaspora und Tourismus füllt die Wechselstuben, ändert aber nicht die Struktur einer Wirtschaft, die sich weiterhin mehr auf Geld von außen stützt als auf Produktion von innen. Die Wechselstuben reiben sich jeden Sommer die Hände - die Frage ist, ob das Land aus diesem Geld etwas Bleibendes baut oder es nur empfängt, tauscht und weiterschickt.