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10 Stunden an der griechischen Grenze: Warum dieser Sommer anders sein könnte

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Diese Sommerreise nach Griechenland könnte zum Grenzalbtraum werden. Griechenland plant die Einführung des EES-Systems - biometrische Ein- und Ausreisekontrolle - und wenn dies im Juni an Landgrenzen eingeführt wird, könnten Wartezeiten 10 bis 12 Stunden erreichen. Mazedoniens Wirtschaftskammernverband hat bereits Alarm geschlagen und offiziell um Verschiebung gebeten.

Die Mathematik ist einfach und erschreckend: Für ein Familienauto mit vier Personen dauert die biometrische Kontrolle etwa 10 Minuten. Das sind 6 Fahrzeuge pro Stunde. An einem Grenzübergang mit Tausenden von Sommerreisenden - die Schlangen haben kein Ende. Nordgriechische Hoteliers, die von mazedonischen Touristen leben, unterstützen den Verschiebungsantrag.

Gleichzeitig tritt eine neue Anforderung in Kraft: ein obligatorisches EU-Normen-Erste-Hilfe-Set für jedes Fahrzeug bei der Einreise nach Griechenland. Ohne es - 30 Euro Strafe. Kein Sicherheitsgurt - 350 Euro. Kleine Beträge für manche, aber genug für eine unangenehme Überraschung an der Grenze, wenn man nicht vorbereitet ist.

Die Verschiebung des EES-Systems für den Sommer ist eine vernünftige Forderung, und die griechische Seite hat noch keine abschließende Antwort gegeben. Die Saison beginnt in einigen Wochen. Wenn Athen nicht rechtzeitig reagiert, werden die Opfer bürokratischer Sturheit gewöhnliche Familien sein, die einfach ans Meer wollen.