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Skopje: 1.000 Denar für Schüler, die Drogen dealen - das Innenministerium gibt das Netzwerk zu

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Kindern im Alter von 13 bis 15 Jahren wurden 1.000 Denar pro Kopf geboten, um Amphetamine an Mitschüler in einer Skopjer Grundschule zu verkaufen. Ältere Jugendliche - außerhalb der Schule - rekrutierten Achtklässler und Neuntklässler als Drogenkuriere. Die Polizei ist informiert, die Ermittlungen laufen.

Das ist kein Einzelfall. Zwischen Januar und März 2026 hat das Innenministerium sieben Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren wegen Drogenhandels festgenommen. Nach diesen Festnahmen wurden an den Eingängen weiterführender Schulen Taschenkontrollen eingeführt - Polizeibeamte überprüfen gemeinsam mit Schulpsychologen die Rucksäcke der Schüler beim Betreten des Schulgebäudes.

Die Frage, die kein offizieller Bericht laut stellt, lautet anders. Wie lange existiert dieses Netzwerk bereits, bevor jemand reagiert hat? Und warum waren Grundschulen bisher nicht Teil des Kontrollsystems? Wenn das Netzwerk bereits Achtklässler - zwölf-, dreizehnjährige Kinder - ins Visier nimmt, kommen Kontrollen an Sekundarschulen einen halben Schritt zu spät. Die Polizei tut, was sie tun muss. Das Präventionssystem - noch nicht.

1.000 Denar. Weniger als 20 Euro. So viel kostet kindliche Unschuld, wenn jemand beschließt, auf ihre Kosten Profit zu machen. Und das in einem Raum, den wir gelernt haben „Grundschule" zu nennen - einem Raum, der offensichtlich nicht mehr geschützt ist.