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2.700 Läufer aus 30 Ländern in Ohrid: So sieht Tourismus aus, der nicht von Stränden und Partys abhängt

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2.700 Läufer aus 30 Ländern in Ohrid: So sieht Tourismus aus, der nicht von Stränden und Partys abhängt

Ohrid atmet dieses Wochenende im Rhythmus des Laufens. Die zehnte, jubiläumsträchtige Ausgabe von „Ohrid läuft" versammelte rekordverdächtige 2.700 Teilnehmer aus über 30 Ländern - eine Zahl, die das, was 2017 als kleine lokale Initiative begann, in eine der bekanntesten Sport- und Tourismusveranstaltungen des Landes verwandelt hat.

Das Programm läuft drei Tage. Am Freitag der traditionelle Nachtlauf, am Samstag Stadtführungen und kulturelle Aktivitäten, am Sonntag der Höhepunkt - ein Halbmarathon über 21 Kilometer um 8:15 Uhr, ein 5-Kilometer-Lauf um 9 Uhr, dazu Staffeln und Teamläufe. Unter den Teilnehmern ist auch der Olympiateilnehmer und nationale Rekordhalter Dario Ivanovski.

Hinter den Zahlen steckt etwas, das Ohrid lange gesucht hat - einen Weg, auch außerhalb der Sommersaison von Stränden und Partys bekannt zu sein. „Wir feiern ein Jubiläum, bei dem es nicht nur ums Laufen geht. Wir feiern 10 Jahre, in denen Geschichten entstanden, 10 Jahre, in denen Freundschaften gewachsen sind", sagte Ivan Cvetkovski vom Leichtathletikklub „Ohrid läuft". Bürgermeister Kiril Pecakov wiederum nannte die Veranstaltung eine hervorragende Werbung für die Stadt als Sport- und Tourismusziel.

Und hier ist der Punkt, den man unterstreichen sollte. Während sich ein großer Teil der Tourismusgeschichte des Landes noch immer auf dieselben alten Formeln stützt, zeigt eine Veranstaltung wie diese, dass es einen anderen Weg gibt - einen, der Menschen aus dreißig Ländern nicht wegen billigem Vergnügen herbringt, sondern wegen des Erlebnisses. Zweiunddreißig Polizeiposten sichern die Strecke; die ganze Stadt hält für ein paar Stunden inne. Für ein Wochenende wird Ohrid nicht dafür bekannt sein, wer auf dem Platz gesungen hat, sondern dafür, wer dorthin gelaufen ist. Das ist eine Veränderung, die sich lohnt.