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300 Kinder in sechs Gruppen in Kozle: Ein Teil schläft auf Liegen im Flur

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300 Kinder in sechs Gruppen in Kozle: Ein Teil schläft auf Liegen im Flur

Im Kindergarten „Prolet 1" im Skopjer Stadtteil Kozle wurden 300 Kinder in sechs Gruppen zusammengepfercht. Die Eltern reichten eine Petition beim Ministerium für Sozialpolitik ein und führten an, die Bedingungen seien unzureichend - ein Teil der Kinder schläft auf Liegen in den Fluren und im zentralen Saal, weil die Gruppen nicht genug Platz haben.

„Vierzig bis fünfzig Kinder in einer Gruppe sind unmögliche Bedingungen für kleine Kinder", sagte ein Elternteil. Die Gemeinde Karpoš wiederum behauptet, das Gebäude habe Kapazität für zwei Kindergärten und die Unterbringung eines Teils der Kinder im Saal über den Sommer sei übliche Praxis, da dieser Raum klimatisiert sei. Die Eltern bestreiten das - auch die Gruppen haben Klimaanlagen, und im vergangenen Jahr waren alle Kinder genau wegen einer Renovierung im Saal untergebracht.

Die Lösung, die die Behörden anbieten, ist ein neuer Kindergarten - „Prolet 2", dessen Grundstein der stellvertretende Bürgermeister Nedelčo Krstevski und Premier Hristijan Mickoski legten. Das neue Gebäude, finanziert durch einen ungarischen Kredit, wird sieben Gruppen für 130 Kinder haben und soll in rund 120 Tagen fertig sein.

Die Zahlen gehen von allein nicht auf: 300 Kinder heute, 130 Plätze für einen neuen Kindergarten in vier Monaten. Selbst wenn „Prolet 2" öffnet, bleibt die Lücke. Ein Grundstein mit dem Premier und die Fotos sind der leichte Teil - das ist, was man sieht. Der schwere Teil ist das, was die Eltern jetzt, im Juni, erleben, mit einem Kind, das im Flur schläft. Die Frage ist für jede Gemeinde dieselbe: Bauen wir für die heute eingeschriebenen Kinder, oder für die Zahl, die sich in der Pressemitteilung gut macht?