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Sri Lanka: die Insel, wo Tempel, Moschee und Kirche Minuten voneinander entfernt sind

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Sri Lanka: die Insel, wo Tempel, Moschee und Kirche Minuten voneinander entfernt sind

Die tropfenförmige Insel im Indischen Ozean - Sri Lanka - ist einer jener Orte, an denen man in derselben Stadt binnen Minuten an einem buddhistischen Tempel, einem hinduistischen Tempel, einer Moschee und einer Kirche vorbeikommt. Diese religiöse Vielfalt, ohne Spannung und ohne Mauern zwischen den Menschen, ist das Erste, was jeden überrascht, der mit der Erwartung des „Exotischen" ankommt.

Der Einstieg ist Colombo, die Hauptstadt, wo sich Kolonialarchitektur mit modernen Bauten wie dem Lotus Tower mischt, dem höchsten Turm Südasiens. Von dort führt der Weg nach Kandy, der spirituellen Hauptstadt, wo der Tempel Sri Dalada Maligawa eine heilige Reliquie bewahrt - einen Zahn Buddhas, durch die Geschichte so bedeutend, dass sein Hüter als rechtmäßiger Herrscher der Insel anerkannt wurde.

Das Herz der Reise ist das sogenannte Kulturelle Dreieck, mit fünf seiner acht Stätten unter UNESCO-Schutz. Dort liegt Sigiriya, der Löwenfelsen - 1.231 Stufen, die eine Granitwand hinaufführen, wo Prinz Kashyapa nach der Ermordung seines Vaters einen unerreichbaren Palast errichtete. Die archäologischen Städte Anuradhapura und Polonnaruwa beherbergen Tempel, die Jahrtausende alt sind, und riesige Buddha-Statuen.

Und vielleicht ist der schönste Teil kein einzelnes Denkmal, sondern der Weg dazwischen. Der Zug von Kandy nach Ella windet sich durch Landschaften aus dem neunzehnten Jahrhundert, wo tamilische Frauen in bunten Saris den Tee auf den Ceylon-Plantagen von Hand pflücken. Die neunbogige Brücke, über hundert Jahre alt, nur aus Stein und Ziegel gebaut, nennen die Einheimischen „Brücke im Himmel". Es gibt Orte, die man ansieht, und es gibt Orte, die man fühlt - Sri Lanka gehört zu Letzteren.