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Ein elegantes Zuhause ist nicht eines, in dem alles neu ist: zehn Entscheidungen, die fast nichts kosten

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Ein elegantes Zuhause ist nicht eines, in dem alles neu ist: zehn Entscheidungen, die fast nichts kosten

„Ein elegantes Zuhause ist nicht eines, in dem alles neu ist, sondern eines, das aussieht, als wäre es über Jahre gewachsen." Mit diesem Satz zerlegt die Innenarchitektin Natalia Zubizarreta den teuersten Mythos über das Einrichten - dass Schönheit auf einmal gekauft wird, mit einer brandneuen Garnitur und Katalog-Look. Echter Stil, sagt sie, verbirgt sich in rund zehn Entscheidungen, die fast nichts kosten.

Die erste sind Vorhänge. Die meisten hängen sie auf Höhe des Fensterrahmens auf, doch der Trick ist, die Stange bis zur Decke zu heben, mit Vorhängen, die den Boden kaum berühren - der Raum wirkt sofort höher. Gewaschenes Leinen oder ein Leinen-Baumwoll-Gemisch verleiht eine Raffinesse, die Synthetik nie haben wird. Die zweite Entscheidung ist die Beleuchtung: einer der häufigsten Fehler ist zu weißes, kaltes Licht. Sie empfiehlt warme Töne um 2700K und mehrere Quellen - Steh- und Tischlampen, Wandleuchten, indirektes Licht - statt eines starken Lichts von der Decke.

Die dritte sind Teppiche. Viele wählen einen Teppich nur mit Blick auf den Couchtisch, doch die Regel ist, dass zumindest die Vorderbeine von Sofa und Sesseln darauf stehen. Entgegen der Intuition lässt ein größerer Teppich den Raum größer wirken, während ein kleiner ihn beengt. Die vierte Entscheidung: weniger Objekte, mehr Absicht. Drei Stücke mit Charakter schlagen fünfzehn kleine Zierraten ohne Bezug zueinander - häufen sich viele kleine Elemente, entsteht visuelles Rauschen.

Die fünfte ist das Spiel mit Texturen. Selbst bei neutraler Palette verleihen natürliche Materialien wie altes Holz, Leinen, Raffia, Keramik, Naturstein und Wolle Tiefe und Authentizität, während glänzende, künstliche Oberflächen die Wärme nehmen. Die sechste: eine harmonische Farbpalette im ganzen Zuhause. Nicht alles gleich, sondern drei oder vier Farben, die miteinander „sprechen" und einen roten Faden durch die Räume tragen.

Die siebte Entscheidung wirkt technisch, doch sie ändert alles - das Verbergen des visuellen Rauschens. Kabel, Router, Fernbedienungen, Ladegeräte und Putzmittel erzeugen selbst in einem aufgeräumten Zuhause den Eindruck von Unordnung. Einfache Systeme, um sie zu verbergen - Körbe, Kabelabdeckungen, organisierte Schubladen - verändern das Raumgefühl dramatisch.

Die achte sind die Wände. Statt verstreuter kleiner Rahmen hat ein großformatiges Stück eine weit größere Wirkung als zehn kleine, kriterienlos aufgehängte Bilder. Spiegel, bedeutsame Fotografien, gerahmte Drucke oder Tapete an einem Ort erzählen eine Geschichte über jene, die dort leben. Die neunte: bringen Sie mindestens ein Design- oder historisches Objekt ein - geerbte Möbel, ein Flohmarktfund, eine Vintage-Lampe von einer Reise. Der Preis ist weniger wichtig als die Authentizität; diese Stücke bewahren ein Zuhause davor, wie ein Katalog auszusehen.

Und die zehnte Entscheidung ist die schwerste - den leeren Raum zu akzeptieren. Nicht jede Ecke braucht Möbel, nicht jede Wand ein Bild. Leerräume lassen die wichtigen Elemente atmen und tragen Ruhe. „Die elegantesten Innenräume haben Pausen, statt jeden verfügbaren Zentimeter zu füllen", sagt Zubizarreta. Und da liegt der ganze Sinn: Ein Zuhause baut man nicht mit Geld, das auf einmal hingeworfen wird, sondern mit Geduld, Auswahl und dem Glauben, dass weniger, gut gewählt, immer teurer aussieht als viel, in Eile.