Skip to content

Mickoski an die Supermärkte: Senkt die Preise oder wir nennen euch beim Namen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mickoski an die Supermärkte: Senkt die Preise oder wir nennen euch beim Namen

Premier Hristijan Mickoski hat den Supermärkten ausgerichtet - senkt die Preise oder die Regierung greift ein. Seiner Ankündigung zufolge werden die Handelsketten dazu gedrängt, die Inflation und die Preise für Grundprodukte unter 3 Prozent zu halten, andernfalls eröffnet sich die Möglichkeit, die Namen jener zu veröffentlichen, die sich nicht daran halten.

Zugleich ist der Dieselpreis um 7 Denar gefallen, und auch Benzin wurde billiger - ein Schritt, den die Regierung als Teil derselben Anstrengung für ein billigeres Alltagsleben darstellt. Die Botschaft ist klar: Der Staat setzt sich nun mit den Händlern an einen Tisch und verhandelt, wie viel Brot, Milch und Öl kosten werden.

Die Idee klingt gut für jeden, der den Einkaufskorb mit geschrumpftem Lohn füllt. Doch es lohnt sich, daran zu erinnern - es ist nicht das erste Mal. „Es ist eine Schande, was die Händler tun", war auch vor den Feiertagen letztes Jahr zu hören, mit Drohungen von Kontrollen und Margen. Die Preise stiegen trotzdem. Eine Vereinbarung zwischen Regierung und Supermärkten über eine Inflation „unter 3 Prozent" ist leicht anzukündigen, schwerer zu halten, wenn niemand hinsieht.

Die Frage, die jeder Käufer mit zur Kasse trägt, ist einfach: Wird die Vereinbarung diesmal auf dem Preisschild sichtbar, oder erneut nur in der Pressemitteilung? Denn Inflation schafft man nicht per Pressekonferenz ab. Sie wird im Regal gemessen - und genau dort, nicht in den Versprechen, werden die Bürger sehen, ob die „Vereinbarung" etwas bedeutet.