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Renovierter Park, alter Dreck: Četkar fordert Kameras für den Holländischen Park in Ohrid

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Renovierter Park, alter Dreck: Četkar fordert Kameras für den Holländischen Park in Ohrid

Der Ohrider Musiker Vladimir Četkar veröffentlichte ein Video aus dem renovierten Holländischen Park in Ohrid - einem Ort, der vor Kurzem neue Spielgeräte, Bänke, Holzliegen und Abfallkörbe bekam, und nun, wie das Video zeigt, auch regelmäßige Müllberge und Vandalismus.

Mit seinem typischen Sarkasmus wandte sich Četkar an die Verantwortlichen: „Herr 'Schmutzfink' ist zurück hier im Holländischen Park und hat sein Meisterwerk vollbracht." Neben der „Aromatherapie" und den Fliegen, wie er ironisch beschreibt, forderte er die Installation von Kameras, um jene zu identifizieren und zu dokumentieren, die den Park verschmutzen.

Der Park ist einer jener Orte, an denen sich Kinder, Jugendliche und Touristen täglich erholen. Das Geld für die Renovierung ist ausgegeben, das neue Bild steht - und doch wurde ein Teil davon binnen weniger Wochen zur öffentlichen Toilette und zum Schauplatz der Zerstörung.

Es liegt etwas schmerzhaft Vertrautes in diesem Bild, und es ist nicht nur eine Ohrider Geschichte. Wir investieren in den öffentlichen Raum, lassen uns bei der Eröffnung fotografieren, und zerstören danach genau diesen Raum selbst. Die Kameras, die Četkar fordert, erwischen vielleicht jemanden - doch die eigentliche Frage ist eine andere: Warum braucht es immer jemanden, der uns beobachtet, damit wir etwas Eigenes bewahren? Eine Kultur des öffentlichen Raums baut man nicht mit Kameras, sondern mit einem Schamgefühl, das ein Teil von uns offenbar nicht mehr hat.