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90 Passagiere auf dem Rollfeld in Tivat festgehalten: Die Staaten streiten, der Passagier zahlt die Rechnung

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90 Passagiere auf dem Rollfeld in Tivat festgehalten: Die Staaten streiten, der Passagier zahlt die Rechnung

Etwa 90 Bürger aus Serbien, angekommen mit einem Charterflug aus Belgrad, wurden am 3. Juni auf dem Rollfeld des Flughafens Tivat festgehalten - das Flugzeug blieb am Boden festgenagelt, während die montenegrinische Grenzpolizei detaillierte Kontrollen der Passagiere durchführte.

Laut Polizei handelte es sich um „verschärfte Kontrollen" vor dem EU - Westbalkan-Gipfel, bei denen der Charterflug aus Belgrad mit rund 90 serbischen Staatsbürgern markiert und unter Kontrolle gestellt wurde. Die Behörden prüften auch, wer warum kommt und wie lange er im Land bleiben will.

Die Passagiere waren verständlicherweise schockiert über eine solche Behandlung - Menschen, die zum Sommerurlaub landeten und plötzlich als Sicherheitsbedrohung auf dem Rollfeld festgehalten wurden. Die Polizei kündigte an, dass das Flugzeug nach den Kontrollen nach Belgrad zurückgeschickt werde.

Die Geschichte bekam sofort auf beiden Seiten der Grenze eine politische Färbung - serbische Medien stellten sie als Demütigung dar, montenegrinische als routinemäßige Sicherheit vor dem Gipfel. Die Wahrheit ist, wie üblich auf dem Balkan, wahrscheinlich irgendwo dazwischen festgefahren: ein reales Sicherheitsprotokoll, von beiden Seiten gleichermaßen für einen innenpolitischen Punkt genutzt.

Und die gewöhnlichen Menschen? Sie blieben dort, wo sie bei solchen Streitigkeiten immer bleiben - auf dem Rollfeld, mit Koffern in der Hand, wartend, dass jemand über ihnen entscheidet, wann sie wieder eine Grenze überqueren dürfen, die sie bis gestern ohne Frage passierten. Wie oft haben wir dasselbe Szenario auf dem Balkan gesehen - die Staaten streiten, und der Passagier zahlt die Rechnung?