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Die Angeklagten im 36-Millionen-Onkologie-Fall kommen gegen Kaution frei - und wer trägt die Verantwortung für die Patienten?

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Die Angeklagten im 36-Millionen-Onkologie-Fall kommen gegen Kaution frei - und wer trägt die Verantwortung für die Patienten?

Zwei ehemalige Direktoren der Onkologie-Klinik in Skopje, Nino Vasev und Nehad Nuhi, werden sich auf freiem Fuß verteidigen. Das Strafgericht hob ihre Haft auf und ersetzte sie durch Kautionen - Vermögenshypotheken zugunsten des Staates.

Die Zahlen sind nicht klein. Vasevs Kaution wurde auf 183.981 Euro festgesetzt, die von Nuhi auf 348.049 Euro, beide durch Hypotheken auf Immobilien gedeckt. Darüber hinaus dürfen die beiden ihre Wohnorte in Skopje nicht verlassen, müssen sich einmal im Monat beim Gericht melden, ihre Reisedokumente wurden eingezogen, und sie dürfen die Grenze nicht überschreiten. Die Staatsanwaltschaft legte bezeichnenderweise keine Beschwerde gegen diese Entscheidung ein - obwohl die Haft bis zum 18. Juli hätte verlängert werden können.

Hinter dem gesamten Fall, bekannt als „Onkologie 2“, steht eine schwere Anschuldigung: illegale Beschaffung von Medikamenten über fiktive Ausschreibungen und die Veruntreuung von Teilen der Therapien im Zeitraum 2018-2022, mit einem Schaden für den Staatshaushalt von schätzungsweise über 36 Millionen Euro - also mehr als 2,2 Milliarden Denar. Es geht um Geld, das für die Behandlung jener bestimmt war, die am meisten vom Staat abhängen: Krebspatienten.

Und hier ist die Frage, die keine Kaution abdeckt. Die Hypothek bringt Vermögen zugunsten des Haushalts zurück, aber nicht das, was wirklich verloren ging - das Vertrauen, dass die Medikamente jene erreichen, die sie am dringendsten brauchen. Wenn Angeklagte für einen Schaden von 36 Millionen gegen Kaution freikommen, während die Ermittlung jahrelang dauert, fragt der Bürger zu Recht: Wie viel ist ein einzelnes Leben in dieser Rechnung wert, und wer trägt am Ende wirklich die Verantwortung?