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Fans mit Schnellbooten und Schlagstöcken zogen los, um Saisonarbeiter zu verprügeln, nur weil sie aus Serbien sind - die Polizei stoppte sie

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Fans mit Schnellbooten und Schlagstöcken zogen los, um Saisonarbeiter zu verprügeln, nur weil sie aus Serbien sind - die Polizei stoppte sie

Manchmal reist der Hass per Schnellboot. Auf der Insel Hvar verhinderte die kroatische Polizei einen geplanten Angriff einer Fangruppe auf zwei serbische Saisonarbeiter, die in einem Hotel untergebracht waren. Das Ziel waren keine gegnerischen Fans, und es gab keinen Vorfall auf dem Platz - nur zwei Menschen, die gekommen waren, um den Sommer an einem fremden Ort zu arbeiten.

Die Details zeigen, wie organisiert die Absicht war. Polizeistreifen bemerkten am Donnerstagnachmittag zwei Fahrzeuge mit 14 Personen in der Nähe des Hotels. Bei der Durchsuchung fanden sie hölzerne und teleskopische Schlagstöcke und schwarze Sturmhauben, versteckt unter Jacken und Handtüchern, in den Böden und Kofferräumen der Fahrzeuge. Zwölf von ihnen waren mit Schnellbooten aus Trogir und Kastela zu einem abgelegenen Anlegepunkt gekommen, wo zwei weitere mit Fahrzeugen warteten.

Alle 14 Festgenommenen sind kroatische Staatsbürger, geboren zwischen 1993 und 2008 - es waren also auch Teenager darunter. Vier, im Alter von 18 bis 33 Jahren, wurden auf eine Strafanzeige wegen der Verabredung zu einem Angriff festgehalten. Das Motiv? Dass die beiden Arbeiter aus Serbien sind. Mehr nicht.

Das ist eine Geschichte, die der Balkan nur zu gut versteht. Hass in Fanfarben verpackt, gerichtet nicht gegen jemanden, der „etwas getan hat“, sondern gegen jemanden, der „von dort“ ist. Zwei Menschen kamen, um Geschirr zu spülen oder Kaffee zu servieren, und wären beinahe nur wegen eines Passes mit Schlagstöcken verprügelt worden. Wie oft werden wir noch so tun, als seien das „Vorfälle“, wenn das Muster stets dasselbe ist - und wenn das Opfer stets derjenige ist, der am härtesten arbeitet und sich am wenigsten wehrt?