Skip to content

Araghchi wieder in Pakistan, Trump stornierte US-Team: Iranische Diplomatie hat nie aufgehört

1 Min. Lesezeit
Teilen

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reiste erneut nach Pakistan - zum zweiten Mal in kurzer Zeit - und brachte einen realisierbaren Verhandlungsrahmen mit. Die pakistanischen Vermittler nahmen die iranischen Forderungen und Vorbehalte gegenüber amerikanischen Vorschlägen entgegen. Dann: Trump stornierte die Entsendung zweier amerikanischer Vertreter.

Der diplomatische Tanz ist sichtbar: Iran sendet Signale durch Pakistan, Trump lehnt sie öffentlich ab, und dann kommt ein verbesserter Vorschlag - nur Minuten nach der Stornierung des amerikanischen Teams. Wer blufft, und wer will wirklich eine Einigung? Beide Seiten.

Der Hintergrund ist wichtiger: die Hormuz-Blockade kostet iranische Bürger, aber auch globale Energiemärkte. Das iranische Regime weiß, dass es ein paar Monate durchhalten kann - aber nicht endlos. Trump weiß, dass ein Sieg im Iran ohne Bodeninvasion einen diplomatischen Ausweg erfordert. Beide Seiten brauchen einen Deal - keiner will als derjenige dastehen, der zuerst nachgegeben hat.

Araghchi in Islamabad, amerikanisches Team storniert - vor wenigen Wochen klang das katastrophal. Heute sieht es aus wie eine weitere Runde in Verhandlungen, die öffentlich tot wirken, aber privat - weitergehen.