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US-Botschafterin in Griechenland im Visier von Ermittlern: Sie degradierte ihren Sicherheitschef, weil er um 4 Uhr morgens nicht ans Telefon ging, als sie Eis wollte

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US-Botschafterin in Griechenland im Visier von Ermittlern: Sie degradierte ihren Sicherheitschef, weil er um 4 Uhr morgens nicht ans Telefon ging, als sie Eis wollte

Das US-Außenministerium hat Ermittlungen gegen die amerikanische Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, eingeleitet. Laut der britischen Boulevardzeitung „Daily Mail“ beschreiben Botschaftsmitarbeiter ihre Amtszeit als „pure Tyrannei“, und das Büro des Generalinspekteurs prüft angeblich ihren „möglichen Substanzmissbrauch“, Flüge mit Privatjets und Hubschraubern, enge Verbindungen zu einer Energie- und Baufirma sowie die Annahme von Geschenken.

Die anschaulichste Episode stammt aus Mykonos. Laut den Quellen der Zeitung trank die 57-jährige Guilfoyle um vier Uhr morgens und rief Vasilis an, ihren Sicherheitschef, der bereits Großvater ist. Er schlief natürlich und ging nicht ran. Sie wollte Eis. Am nächsten Tag degradierte sie ihn. Ein ähnliches Schicksal sollen auch ihre beiden Fahrer Petros und Dimitris erlitten haben - entfernt, weil ihr „die Art, wie sie links abbogen“, nicht gefiel, obwohl sie ihre Ausbildung in den USA absolviert hatten.

Die Liste der Forderungen, die zuvor bekannt wurde, ist eine eigene Geschichte: kostenlose Mahlzeiten, Spitzenweine und ein Basketballplatz für 58.000 Dollar in der Residenz in Athen. Am ersten Arbeitstag kam sie laut denselben Quellen im Privatjet eines Milliardärs nach Athen. Vor den Mitarbeitern, die sagen, sie lebten in Angst vor der Kündigung, soll sie mehrfach wiederholt haben: „Mach das, oder du fliegst“ - im Original mit einem deutlich derberen Wort.

Eine Rechnung über 100.000 Dollar

Die Boulevardzeitung ist nicht die einzige Quelle von Problemen. Das „Wall Street Journal“ veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht, wonach Guilfoyle einen Spender der MAGA-Bewegung gebeten habe, eine Kreditkartenrechnung über 100.000 Dollar für sie zu begleichen, und ihm im Gegenzug Einfluss und Zugang zu Leuten aus dem Umfeld von Donald Trump angeboten habe. Erwähnt wird auch ihre Freundschaft mit dem Energielobbyisten Christos Marafatsos.

Guilfoyle, frühere Moderatorin bei „Fox News“, bekam den Posten in Athen kurz nachdem sie 2024 die Verlobung mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, gelöst hatte. Sie ist noch kein Jahr im Amt, und ihr Personal verlässt laut all diesen Quellen die Botschaft, während sie im Juli im exklusiven Club Nammos auf Mykonos gesehen wurde und im selben Monat auch die Pariser Modewoche besuchte. Die Mitarbeiter sollen sie zudem bei der griechischen Polizei wegen „verbaler Misshandlung“ angezeigt haben.

Die Botschafterin als Statthalterin

Nichts davon ist bisher erwiesen, und vieles stammt von einer Boulevardzeitung mit bekanntem Ruf. Doch wenn dieselbe Richtung vom „Wall Street Journal“ und von laufenden Ermittlungen des Außenministeriums bestätigt wird, lässt sich nicht alles als Klatsch abtun. „Die Frage ist, wie lange sie noch durchhält“, sagte eine Quelle aus Trumps Umfeld der britischen Zeitung.

Auf dem Balkan sind wir längst gewohnt, amerikanische Botschafter als mehr als Diplomaten zu sehen. Griechenland ist ein verbündetes Land, Mitglied von NATO und EU, und bekam dennoch eine Botschafterin, deren bekannteste Tat bisher das Degradieren von Fahrern und Wachleuten ist. Schickt Washington seine besten Leute in die Region - oder die, denen es einen Gefallen schuldet?