Skip to content

Brent durchbricht 122 Dollar pro Barrel: Hormus gelähmt, Oxford prognostiziert 190 Dollar bis August - die Rechnung erreicht den Balkan

1 Min. Lesezeit
Teilen

Brent durchbricht 122 Dollar pro Barrel - das höchste Niveau seit 2022. Ein Sprung von 10 Prozent an einem einzigen Tag, bevor sich der Preis um die 120 stabilisierte. Laut Oxford Economics könnte der Preis 190 Dollar bis August erreichen, wenn die iranische Blockade des Hormus sechs Monate andauert.

Die Zahlen sind keine Theorie. Die US-Inflation stieg im März auf 3,3 Prozent - direkt über importierte Energiepreise. Großbritannien rutscht in die Rezession. Hält die Blockade noch ein paar Monate an, wird die globale Rezession zur realen Gefahr, nicht nur zur statistischen.

Iran schließt die Märkte mit drei Instrumenten: angespannte Verhandlungen mit den USA, physische Blockade des Hormus und Beschlagnahme kommerzieller Schiffe. Das Ergebnis? 30 Prozent des weltweiten Ölverkehrs müssen einen anderen Weg finden - aber einen anderen Weg gibt es nicht. Hormus ist der einzige Ausgang aus dem Persischen Golf.

In diesem Kontext wird jede mazedonische Familie das in den kommenden Wochen spüren. Die Strom- und Heizungsrechnung folgt den globalen Marktpreisen. Kostet Öl 190 Dollar pro Barrel, geht der Dieselpreis in Skopje über 90 Denar, und beim Benzin können alle das alte Niveau von 70-75 vergessen. Balkanwirtschaften sind energieabhängig und extrem verletzlich.

In den Sechzigern und Siebzigern, als die OPEC ebenfalls die Preise diktierte, hatte Jugoslawien Reserven, Tauschverträge, politisches Gewicht. Heute hat die nordmazedonische Regierung nur ein Instrument - die wiederholte Aussage "wir verfolgen die Lage". Doch das Verfolgen von Ölstürmen hilft nicht. Was wird getan? Das ist die Frage ohne Antwort. Und sie wird auch morgen mit dieser Mannschaft keine bekommen.