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Öl knackt 108 Dollar: Irans Verhandlungsvorschlag stößt auf amerikanisches Schweigen

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Der Ölpreis hat die 108-Dollar-Marke pro Barrel durchbrochen. Brent erreichte am Londoner Markt 108,50 Dollar, der amerikanische WTI lag bei 96,68 Dollar. In beiden Fällen ist der Preisanstieg die direkte Folge einer Sache: Die US-iranischen Verhandlungen kommen nicht voran, Hormus ist weiter blockiert.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reist durch die Region - Islamabad, Moskau, Maskat. Die USA hatten geplant, eine Delegation nach Pakistan zu schicken, sagten dies aber ab, nachdem Iran klargemacht hatte, keine amerikanischen Gespräche dort zu erwarten. Parallel schlug Teheran einen stufenweisen Ansatz vor - zunächst Deeskalation und Sicherheitsgarantien, dann Gespräche über Sanktionen, Ölrestriktionen und Hormus. Washington ist offenkundig nicht begeistert.

ING-Analysten bringen es auf den Punkt: „Der Verhandlungsstillstand und die Sorgen über ein reduziertes Angebot sind die Haupttreiber des Preisanstiegs." Goldman Sachs hat seine Prognosen wegen der Lieferunterbrechungen bereits nach oben korrigiert. Die Märkte warten gleichzeitig auf Signale der Federal Reserve und aus Iran - zwei völlig unsichere Punkte.

Die Straße von Hormus ist der Transit-Engpass für fast ein Fünftel des weltweiten Ölhandels. Jeder Tag, an dem sie blockiert ist, treibt den Zähler weiter nach oben. Ob in Teheran oder Washington jemand zuerst einlenkt - das ist die Frage, auf die die Märkte keine Antwort haben.