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Kumanovos Müll landet auf der „Drisla“: Dörfer blockieren die Deponie „Krasta“ wegen eines Brandes, der laut Bürgermeister jedes Jahr wiederkommt

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Kumanovos Müll landet auf der „Drisla“: Dörfer blockieren die Deponie „Krasta“ wegen eines Brandes, der laut Bürgermeister jedes Jahr wiederkommt

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Kumanovos Müll ist diese Woche in Skopje gelandet. Die Bewohner von Pčinja und den umliegenden Dörfern blockieren seit einer Woche die Deponie „Krasta“ und lassen keinen einzigen Lastwagen durch. Der Abfall aus Kumanovo wird deshalb vorübergehend auf die „Drisla“ gebracht. Bürgermeister Maksim Dimitrievski entschuldigte sich öffentlich bei den Bürgern für das Müllproblem.

Der Grund für die Blockade ist bekannt: Brände und ständiges Schwelen, dessen Rauch nach Pčinja, Studena Bara, Vakv und Vince zieht. „Wir beenden die Blockade nicht, bevor die brennende Deponie gelöscht ist. Wir halten es für eine Straftat, neuen Müll auf eine brennende Deponie zu bringen, die danach wieder in Richtung Dorf raucht“, sagt Stojan Stojkovski, ein Vertreter der Anwohner. Und er fügt einen Satz hinzu, der die ganze Geschichte erzählt: „Sechs Monate lang wurde nichts unternommen, und nach der Ankündigung der Blockade haben sie angefangen zu arbeiten.“

Ein Brand, der jedes Jahr auftritt

Das ehrlichste Eingeständnis kam vom Bürgermeister selbst. Er sagt, vor mehr als sieben Tagen hätten sich die Anwohner beschwert, er habe beim kommunalen Unternehmen „Čistota i Zelenilo“ eine dringende Sanierung angefordert - und nach zwei Tagen die Antwort erhalten, das Unternehmen habe nicht genug technische Ausrüstung für den Brand, „der jedes Jahr auftritt“. Der Brand kommt also regelmäßig, die Ausrüstung dafür kam nie. Unter Kontrolle gebracht wurde er schließlich nur mit Maschinen und Lastwagen voller Erde, die private Firmen stellten.

Der kommunale Stab für Schutz und Rettung fordert nun „gesetzliche Maßnahmen“ zur Aufhebung der Blockade und einen Korridor der Polizeidirektion Kumanovo für die Lastwagen. Dimitrievski sagt, Kumanovo habe keinen anderen Ort, an dem es seinen Abfall legal ablagern könne. Die dauerhafte Lösung sei eine Umladestation und ein regionales Abfallwirtschaftssystem. Bis dahin müsse der Müll auf die „Krasta“.

Neue Kameras, alte Probleme

Die Liste der Maßnahmen ist lang: tägliches Abdecken des Abfalls mit Erde, neue Überwachungs- und Wärmebildkameras, verstärkter Wachschutz, Reparatur des Zauns und eine Öko-Patrouille mit Bewohnern der vier Dörfer, die einmal pro Woche die Lage kontrolliert. Das klingt alles vernünftig. Die Frage ist, warum keine dieser Maßnahmen existierte, bevor sich die Dörfer vor die Lastwagen stellten.

Dimitrievski dankte Premier Mickoski und Skopjes Bürgermeister Orce Gjorgjievski dafür, dass die „Drisla“ den Müll aus Kumanovo aufnimmt. Lastwagen für den Transport schickten auch die Bürgermeister Jančev und Gjorgjievski. Solidarität zwischen Gemeinden ist eine gute Nachricht. Gelöst wird damit aber nichts: Das Problem wandert nur von einer Deponie zur nächsten.

Das regionale Abfallwirtschaftssystem ist vorerst ein Plan, und die „Krasta“ schwelt derweil weiter. Wie viele Blockaden braucht es noch, bis die Umladestation eine Baustelle wird und kein Satz in einer Erklärung?