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Prilep feiert 85 Jahre seit dem 11. Oktober mit Feuerwerk: neuer Katalog für das Museum, aber wo bekommt man ihn?

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Prilep feiert 85 Jahre seit dem 11. Oktober mit Feuerwerk: neuer Katalog für das Museum, aber wo bekommt man ihn?

Am 11. Oktober 1941 griffen Partisanen in Prilep die Wache der bulgarischen Besatzungspolizei an, den sogenannten Učastok. Fünfundachtzig Jahre später beging Prilep den Jahrestag mit einem Feuerwerk über der Bühne Kamena Bina, einer szenischen Nachstellung des Angriffs und einem Konzert - und mit der Frage, die jedes Jubiläum mit sich bringt: Wie viel davon bleibt, wenn die Scheinwerfer ausgehen?

Die Feier begann um 19:30 Uhr mit der Hymne, einem kurzen Film über den Angriff und einer Ansprache von Bürgermeister Dejan Prodanoski. „Von Prilep aus entfachte die Flamme des Aufstands, die sich über ganz Mazedonien ausbreitete und zum Symbol des Kampfes für Freiheit, nationale Würde und einen eigenen Staat wurde“, sagte er vor den Bürgern. Die Worte stimmen, aber bei Jahrestagen sind sie der leichte Teil.

Mehr als ein Abend

Fairerweise muss man sagen: Prilep beließ es dieses Jahr nicht bei Reden. Das Programm „Geschichte der Heldenstadt“ läuft vom 1. Oktober bis zum 3. November, mit kulturellen, sportlichen und Gedenkveranstaltungen. Am Feiertag selbst gab es Kranzniederlegungen an den Denkmälern, eine Blutspendeaktion und ein Gedenk-Schachturnier.

Das örtliche Institut und Museum stellte am 9. Oktober im Učastok selbst außerdem einen neuen Katalog für das Gedenkmuseum „11. Oktober 1941“ vor. Die Ausgabe markiert ein zweites Jubiläum - 65 Jahre seit der Gründung des Museums 1961. Die erste Ausstellung im Gebäude wurde bereits am 1. Mai 1952 eröffnet. Gleichzeitig durchliefen Schüler der Prileper Mittelschulen die Workshops „Flucht aus dem Museum“ und „Detektive der Vergangenheit“.

Was fehlt

Der Katalog ist eine gute Nachricht, doch in den Mitteilungen zur Präsentation fehlen Auflage, Bezugsbedingungen und eine digitale Version. Wenn ihn nur liest, wer es bis zum Schalter des Museums schafft, ist ein Geschichtsbuch ein schönes Vitrinenstück, aber kein Werkzeug für Lehrer. Wenn der Staat wirklich will, dass junge Menschen wissen, was vor 85 Jahren geschah - sollte eine solche Ausgabe dann nicht vom ersten Tag an kostenlos online verfügbar sein?

Die zentrale staatliche Gedenkfeier fand dieses Jahr in Kumanovo statt, mit einer Rede von Premier Hristijan Mickoski. Der wahre Test für den 11. Oktober ist nicht das Feuerwerk zum Jahrestag. Sondern ob irgendein Kind im November, ohne Feiertag und ohne Kameras, den Učastok betritt, einfach weil es wissen will.