Skip to content

„Sichere Stadt“ ab heute auch in Ohrid, Struga, Kičevo und Debar: 40 Kameras allein am See

1 Min. Lesezeit
Teilen
„Sichere Stadt“ ab heute auch in Ohrid, Struga, Kičevo und Debar: 40 Kameras allein am See

Ab heute, dem 12. Oktober, fahren Autofahrer in Ohrid, Struga, Kičevo und Debar unter dem Blick der „Sicheren Stadt“. Nach technischen Prüfungen und abschließenden Tests nimmt das Innenministerium die Kameras im Bereich der Polizeidirektion Ohrid in Betrieb - allein in Ohrid und Struga wurden 40 Verkehrskameras installiert, die Verstöße automatisch erfassen.

Landesweit läuft das System seit dem 1. Februar, nach einer zweieinhalbmonatigen Übergangsphase, in der die Bürger Hinweise auf registrierte Verstöße erhielten. Den Start in der Region Ohrid kündigte Innenminister Pance Toškovski bereits am 25. September bei einem Besuch der Polizeidirektion Ohrid an. Damals nannte er auch eine Zahl: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen in diesem Jahr um 20 Prozent gesunken, also um 34 Opfer weniger.

Hält die Zahl einer unabhängigen Prüfung stand, ist das ein Argument, das sich schwer bestreiten lässt. Bei einer Kamera helfen weder Feilschen noch der Cousin bei der Polizei - auf dem Balkan eine fast revolutionäre Idee.

Doch Kameras sind nicht die Antwort auf alles. Sie sehen nur dort, wo sie hängen, und strafen nur, was sich messen lässt. Ein betrunkener Fahrer auf der Nebenstraße oder ein Schlagloch, das einen Unfall verursacht, brauchen weiterhin einen Polizisten und eine zuständige Behörde. Ziel sei laut Ministerium mehr Verkehrsdisziplin. Schön wäre es, wenn die Öffentlichkeit nach den ersten Monaten in Ohrid auch erfährt, wie viele Strafen verhängt und wie viele Unfälle verhindert wurden. Damit sie selbst urteilen kann.