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Das Zuhause von Fernando Morientes in Madrid: ein japanischer Garten, ein privates Kino und ein Esszimmer, das spricht

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Das Zuhause von Fernando Morientes in Madrid: ein japanischer Garten, ein privates Kino und ein Esszimmer, das spricht

Es gibt Zuhause, die für Fotos gebaut werden, und Zuhause, die zum Leben gebaut werden. Das Haus des früheren Fußballers Fernando Morientes und seiner Frau Victoria Lopez in Madrid versucht, Letzteres zu sein - ein Raum, durch den man spürt, dass dort wirklich jemand lebt, mit all der Wärme und unordentlichen Schönheit, die das mit sich bringt. Vier Jahre des Nachdenkens fließen in ein Ergebnis, das modernes avantgardistisches Design mit orientalischer Inspiration mischt, Minimalismus mit exotischem Maximalismus.

Die Fassade des Hauses von Morientes in Madrid

Das Hauptwohnzimmer ist ein offener Grundriss, der durch die Anordnung der Möbel in mehrere Mini-Räume gegliedert ist. Eine neutrale Palette mit lebhaften Akzenten - Terrakotta-Kissen, Blumenarrangements und ein auffälliger orientalischer Schrank in rotem Lack als Blickfang. Textur kommt von Samt, gemusterten Polstern und einem kurzen Teppich, der die Szene rahmt. Daneben mildert eine intimere Ecke mit einem geschwungenen Sofa in Petrolfarbe die Linien der Fenster.

Das Esszimmer ist der Ort, an dem das Haus am meisten spricht. Eine dramatische grün-mintfarbene orientalische Tapete schafft einen „bewohnten" Charakter, Stühle mit korallenweißem Animal-Print bringen Energie, und ein imposanter Marmortisch mit blaugrauen Beinen gibt visuelles Gewicht. Über allem hängt eine Lampe im Stil der Fünfzigerjahre. Feines Porzellan und traditionelle Tongefäße balancieren die Szene - Luxus, der sich des Alltäglichen nicht schämt.

Wohnzimmer mit einem geschwungenen Sofa in Petrolfarbe

Der vielleicht unerwartetste Teil ist der innenliegende japanische Garten - eine Zen-Oase, die als architektonischer Übergang zwischen den Räumen dient. Weißer und grauer Kies, typisch für japanische Trockengärten, ein japanischer Ahorn, der sich mit den Jahreszeiten verändert, und ein traditioneller Tsukubai-Wasserbrunnen. Mitten in einem modernen Madrider Zuhause ein Stück Stille, geliehen aus einer anderen Kultur.

Die Küche ist von Boden bis Decke mit dunklem Holz verkleidet, was visuelles Chaos beseitigt, mit einer Kochinsel und einem Steintisch, der sich zu einem Tagespunkt der Familienzusammenkunft erstreckt. Die Details machen den Unterschied - affenförmige Kerzenhalter, blattförmige grüne Keramik, traditionelle Tongefäße. Das Schlafzimmer wiederum ist theatralisch: ein intensiv rotes Samtkopfteil, dunkles Edelholz an den Wänden mit versteckten Schranktüren und ein heller, mit einem weichen Teppich bedeckter Boden.

Das Haus hat auch ein privates Kino mit Wänden, die mit dunklen schalldämmenden Materialien verkleidet sind, und - ein Detail, das viel über den Lebensstil aussagt - einen Schönheitssalon im Stil eines alten Hollywood-Boudoirs, mit mandarinenorangefarbener Tapete und einem wandhohen Spiegel mit klassischer Glühbirnenbeleuchtung. Die Nebenschlafzimmer sind mit handbemalten Seidentapeten ausgekleidet, die als Kunstwerke funktionieren, nicht nur als Dekor.

Draußen reguliert eine bioklimatische Pergola mit beweglichen Lamellen Licht und Schatten über einer integrierten, mit Zementfliesen verkleideten Küche, und ein Pool im Bali-Stil mit türkisem Wasser und intelligenter Beleuchtung ist das Herz des Hofes. Der Rasen verbindet das Haus mit dem Badebereich, mit niedrigem Bewuchs und jungen Bäumchen, sorgfältig gepflegt.

Victoria Lopez fasst die Philosophie des Zuhauses zusammen: „Ich genieße es, Mittagessen mit schönen Tischen, Blumen und Musik zu organisieren." Und Morientes fügt einen Satz hinzu, der jede Ecke erklärt: „Jeder Winkel bewahrt ein Stück unserer Erlebnisse und erfüllten Träume." Das ist der Unterschied zwischen Haus und Zuhause - das erste bauen Architekten, das zweite erschaffen die Menschen, die darin leben. Und genau deshalb sieht dieses Haus mit all seinen orientalischen Schränken und japanischen Gärten nicht wie ein Katalog aus, sondern wie das echte Leben von jemandem.