Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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23.04.2026
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12.04.2026
Eine am 10. Juli 2024 gegründete Firma, an einer Privatadresse in Čair gemeldet, erhielt in weniger als zwei Jahren vier Ausschreibungen der Gemeinde im Gesamtwert von über 3,4 Millionen Euro. Die Zahl stammt von der oppositionellen DUI, die Antworten verlangt - und wie es bei uns meist läuft, geht es nicht um eine einzelne Firma, sondern um ein ganzes Muster.
Es handelt sich um das Bauunternehmen NUM CONSTRUCTION. Nach den öffentlich gemachten Angaben reichen die Verträge vom größten mit rund 1,44 Millionen Euro über zwei zu je fast einer Million bis zu einem kleineren über 57.000 Euro - insgesamt über 212 Millionen Denar. Alles für eine Firma, die zum Zeitpunkt des ersten Vertrags erst wenige Monate existierte.
Die politische Dimension macht die Geschichte erst interessant. Zwei der Verträge wurden unter dem früheren Bürgermeister Visar Ganju unterzeichnet, die anderen beiden unter der aktuellen Führung rund um Izet Mediti. Die DUI deutet das nicht als Einzelfall, sondern als „Funktionsmuster und Interessenkreise“ - mit anderen Worten: Der Machtwechsel habe am Wesen nichts geändert.
Die Partei fordert dringende Ermittlungen der Antikorruptionskommission, des staatlichen Rechnungshofs und der Staatsanwaltschaft und kündigt an, auch europäische Institutionen zu informieren. Von der Gemeinde gibt es bislang keine Antwort.
Hier ist Nüchternheit angebracht - ein Vorwurf ist kein Urteil, und die DUI als Opposition hat ihr eigenes Interesse zuzuschlagen. Vielleicht bot die Firma tatsächlich die besten Konditionen. Doch die Frage, die jeder Bürger stellen darf, ist einfach: Wie gewinnt eine neu gegründete, an einer Privatadresse gemeldete Firma in wenigen Monaten Millionenaufträge? Die Antwort, falls es eine gibt, sollte nicht versteckt, sondern mit Dokumenten gezeigt werden.
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