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An Bogorodica wartet man offiziell eine Stunde, Fahrer sagen drei: Wessen Zahl stimmt

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An Bogorodica wartet man offiziell eine Stunde, Fahrer sagen drei: Wessen Zahl stimmt

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Die offizielle Zahl lautet 30 Minuten bis eine Stunde. Die Leute, die im Auto sitzen, sagen zwei bis drei Stunden. Beide Angaben betreffen denselben Ort, denselben Morgen, denselben Grenzübergang.

Der Automobil- und Motorradverband Mazedoniens meldet, am Ilinden-Wochenende sei der Andrang an Tabanovce bei der Einreise und an Bogorodica bei der Ausreise nach Griechenland am größten, mit Wartezeiten von etwa 30 Minuten bis einer Stunde. An den übrigen Übergängen gibt es keine längeren Verzögerungen.

Gleichzeitig berichten Bürger in sozialen Netzwerken, sie hätten heute Morgen zwei bis drei Stunden gebraucht, um beide Passkontrollen Richtung Griechenland zu passieren - an Bogorodica und an Dojran. Der Unterschied zwischen der offiziellen und der tatsächlichen Stunde ist keine Kleinigkeit für jemanden, der mit Kindern im Auto in der Sonne steht.

Ein Teil der Erklärung: Es gibt zwei Kontrollen, eine mazedonische und eine griechische, und die Statistik der einen Seite misst nicht den Stau auf der anderen. Für den Fahrer ist es aber eine Schlange, ein Warten und ein verlorener Urlaubstag. Wenn die offizielle Information dauerhaft günstiger klingt als die Erfahrung vor Ort, glaubt man ihr nicht mehr - und plant nach Kommentaren in sozialen Netzwerken statt nach Pressemitteilungen.

Die Staus sind nicht nur an der Grenze. An der Mautstelle Glumovo, bei der Ausfahrt aus Skopje Richtung Tetovo, bildete sich am Morgen eine kilometerlange Schlange. Viele Menschen fahren Richtung Ohrid, Prespa, Dojran, Kruševo und Pelince.

Der Verband empfiehlt angepasste Geschwindigkeit und vorsichtiges Fahren, besonders auf den Abschnitten Katlanovo - Veles, Mavrovo - Debar - Struga, Vinica - Berovo und Kočani - Delčevo, wo Steinschlag möglich ist. Samstags gilt bis 18 Uhr ein Fahrverbot für schwere Lkw über 15 Tonnen, auf der Strecke Skopje - Ohrid gilt das Verbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen von 18 bis 24 Uhr, um die Mautstellen zu entlasten.

Man weiß also, dass der Andrang kommt. Man plant danach, führt Lkw-Verbote ein, verteilt den Verkehr. Wenn der Tag so gut vorhergesagt wird, warum wartet man an Bogorodica weiterhin so lange, wie man wartet?