Sechs Jahre gefälschte Führerscheinklassen am Schalter des Innenministeriums: sechs Angeklagte, 21 weitere im Visier
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12.04.2026
Die Bauarbeiten für die Unterführung am Südboulevard beginnen am 5. August. Die Bewohner des Komplexes „Anton Popov 1", rund 800 Menschen und etwa zwanzig Gewerbetreibende, haben bis heute keine Einsicht in die Projektunterlagen erhalten. Sie fordern ein dringendes Treffen mit der Stadt Skopje - und das ist keine Forderung gegen das Projekt.
„Wir sind nicht gegen den Ausbau der Infrastruktur, aber wir verlangen einen transparenten Prozess und die Achtung der Rechte jener Bürger, die die Folgen der Bauarbeiten unmittelbar spüren werden", heißt es in ihrer Mitteilung.
Was sie konkret beunruhigt
Zwei Dinge. Erstens der Zugang: „Wir haben keinen ausreichenden Zufahrtsweg für Autos, geschweige denn für einen Noteinsatz - Rettungswagen oder Feuerwehr." Zweitens die Statik, denn es werde, wie sie sagen, bis an die Fundamente des Gebäudes gegraben.
Daraus ergeben sich ihre Fragen an die Zuständigen, und sie sind völlig konkret: Wurde ein detailliertes geotechnisches Gutachten erstellt, wird der aktuelle Zustand des Gebäudes vor Baubeginn offiziell dokumentiert, gibt es Garantien, dass der Aushub die Standsicherheit nicht beeinträchtigt, und wer übernimmt die Verantwortung, falls Schäden auftreten.
Keine dieser Fragen ist überzogen. Alle vier sind Standardverfahren bei einem Aushub neben einem Bestandsgebäude.
Das Treffen, das versprochen wurde und nicht stattfand
Am 20. Juli trafen die Bewohner Vertreter der Stadt Skopje. Nach ihrer Darstellung waren die Vertreter selbst überrascht von der tatsächlichen Lage vor Ort - besonders beim Zugang für Einsatzfahrzeuge und der Nähe des geplanten Aushubs zum Gebäude.
Damals wurde ein offizielles Treffen zugesagt, bei dem das Projekt und seine Auswirkungen auf die umliegenden Gebäude vorgestellt werden sollten. Bis heute gibt es weder eine Einladung noch eine offizielle Antwort. Die Arbeiten beginnen in wenigen Tagen.
Der stärkste Satz ihrer Mitteilung ist nicht emotional, sondern ingenieurtechnisch: „Mündliche Zusicherungen, es werde 'kein Problem geben', reichen nicht. Im Ingenieurwesen ist eine Garantie keine Aussage, sondern beruht auf Analysen, Planungen und fachlichen Prüfungen."
Schwer zu widerlegen. Ein geotechnisches Gutachten existiert oder existiert nicht. Eine Bestandsaufnahme des Gebäudes vor den Arbeiten wurde gemacht oder nicht. Das sind Dokumente, keine Meinungen - und genau deshalb ist es seltsam, dass sie den Menschen, die zehn Meter vom Aushub entfernt wohnen, nicht gezeigt wurden.
Die Bewohner kündigen an, bei ausbleibenden konkreten Informationen gemeinsam mit den Nachbargebäuden zu protestieren. Die Stadt Skopje hat noch einige Tage, das zugesagte Treffen abzuhalten - oder ihnen zumindest die Unterlagen zu schicken. Die Frage ist, warum eine solche Bitte überhaupt als öffentliche Mitteilung enden musste.
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