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Eine Hochzeit mit 400 Gästen und ein Kleid mit 400 Stunden Handarbeit: wenn ein Braut-Imperium heiratet

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Eine Hochzeit mit 400 Gästen und ein Kleid mit 400 Stunden Handarbeit: wenn ein Braut-Imperium heiratet

Wenn die Tochter des Gründers des größten spanischen Brautmodehauses heiratet, ist die Hochzeit nicht nur ein Familienereignis - sie ist auch ein Schaufenster. Gabriela Palači, Tochter von Alberto Palači, dem Gründer von Pronovias, hat dieser Tage zehn Jahre Ehe mit dem türkischen Geschäftsmann Ediz Elhadef gefeiert. Ihre Trauung im Juli 2016 versammelte rund 400 Gäste aus aller Welt auf dem Familiengut in Puigcerdà, in Girona, unter dem Motto „verwunschener Wald".

Pronovias stand natürlich im Mittelpunkt. Kreativdirektor Hervé Moreau entwarf zwei exklusive Kleider. Das Hauptkleid bestand aus beigem Seidenchiffon und Tüll, mit aufwändiger Stickerei aus Seide und Goldfäden in Kombination mit weißen Kristallen - Vögel, Libellen, Bienen und Schmetterlinge zwischen den Zweigen, inspiriert von japanischen Drucken. Der Schnitt hatte eine Bleistift-Silhouette, feine Raffungen, einen Bustier-Ausschnitt und romantisch herabfallende Ärmel, mit einer zwei Meter langen Schleppe und einem bestickten Umhang-Schleier von drei Metern.

Für dieses eine Kleid steckten sechs Näherinnen im Atelier rund 400 Stunden Handarbeit hinein. Das ist eine Zahl, bei der man innehält: Für die einen sind vierhundert Stunden zwei Monate Arbeit, für die anderen - ein Hochzeitskleid, das an einem einzigen Abend getragen wird. Das zweite Kleid, beim Anschneiden der Torte enthüllt, hatte pastellfarbene gestickte Blüten in Lavendel, Blau und Rosa auf nacktem Tüll, mit sinnlich offenem Rücken und einer Schleppe von anderthalb Metern.

Die Feiern vor der Hochzeit waren nach Maß aufgeteilt: ein offizielles Dinner im Hotel für die älteren Gäste und eine Flamenco-Party im Hafen von Barcelona für die jüngeren. Die Zeremonie fand unter einer mit Blumen geschmückten Pergola statt, mit Blick ins Tal, und der Bräutigam trug einen dunkelblauen Smoking. Die Braut kam zu instrumentaler Musik, begleitet von ihrem Vater G.

Das Zelt für den Empfang war so gebaut, dass es einem Glasgarten glich, und die Unterhaltung übernahm die Kabarett-Truppe El Lío, inszeniert von einem Freund der Familie. Alles war durchdacht, teuer und perfekt - so wie das Schaufenster eines Braut-Imperiums sein soll. Doch hinter dem Prunk steht auch etwas Einfacheres: eine Beziehung, die zehn Jahre gehalten hat, was am Ende mehr zählt als jede Stickerei mit Goldfaden.