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Schokoladenpudding ohne Kochstress: ein kalter Schritt, den die meisten überspringen

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Schokoladenpudding ohne Kochstress: ein kalter Schritt, den die meisten überspringen

Wenn wir „Pudding" hören, denken wir zuerst an eine Süßspeise. Doch in der englischen Küche des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts bezeichnete das Wort auch herzhafte Gerichte. Der Schokoladenpudding, wie wir ihn heute kennen, wurde viel später populär, als Kakaopulver und Speisestärke zu gängigen Zutaten wurden. Heute ist er ein internationales Dessert: einfach, reichhaltig und perfekt für die heißesten Tage, da er kalt serviert wird.

Es geht um ein Dessert mit glatter, dichter Textur, ähnlich einer festen Creme. Stabil genug, um es mit dem Löffel zu essen, und dennoch seidig. Die Basis ist Milch, Kakao oder Schokolade (hier lohnt es sich, in Qualität zu investieren, da sie die Hauptzutat ist), Zucker und ein Bindemittel. Meistens sind das Eigelb, Gelatine oder, am praktischsten, Speisestärke.

Speisestärke, auch als Maisstärke bekannt, ist in der Konditorei beliebt, weil sie Flüssigkeiten schnell und leicht bindet. Beim Schokoladenpudding ergibt sie eine cremige, gleichmäßige Textur, ohne dass viele Eier nötig sind. Tatsächlich ersetzt Speisestärke in vielen modernen Rezepten das Eigelb vollständig - und das Ergebnis ist genauso gut.

Für eine Schüssel mit vier bis sechs Portionen brauchst du: 500 ml Vollmilch, 100 g Zucker, 30-40 g reines Kakaopulver, 40 g Speisestärke, eine Prise Salz und nach Wunsch einen Teelöffel Vanille und 20 g Butter für den Glanz. Das Vorgehen ist einfacher, als es klingt, und der Trick steckt in einem Schritt, den die meisten überspringen.

Vermische zuerst die trockenen Zutaten, solange der Topf noch kalt ist - Zucker, Kakao, Speisestärke und Salz. Genau das verhindert Klümpchen von Anfang an. Dann gib nach und nach die Milch dazu, rühre dabei ständig mit dem Schneebesen, bis du eine glatte flüssige Masse hast, und stelle sie erst dann auf mittlere bis niedrige Hitze. Nach wenigen Minuten beginnt sie einzudicken; wenn sie leicht sprudelt, ist sie fertig. Nimm sie vom Herd, gib Vanille und Butter hinzu und fülle sie in kleine Förmchen.

Das letzte Detail: bedecke die Oberfläche mit Frischhaltefolie, die die Masse berührt, damit sich keine Haut bildet. Lass sie abkühlen, dann für mindestens drei bis vier Stunden in den Kühlschrank. Die endgültige Textur sollte fest, aber cremig sein. Weder teuer noch kompliziert - nur ein wenig Geduld und ein kaltes Schokoladendessert, das aussieht wie aus dem Restaurant.