Eine Familie fuhr in den Griechenland-Urlaub, nur ein Kind kommt nach Hause: Tragödie auf Chalkidiki
16.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Unterwegs nach Griechenland? Wir haben einen kompletten Ratgeber - Grenze live, Strände, Preise und Dokumente.
Das neue digitale Grenzsystem der EU sollte das Reisen „ins 21. Jahrhundert bringen“. Stattdessen produziert es vorerst lange Schlangen an den Grenzübergängen - und eine Geschichte, die eher an eine Komödienfolge erinnert als an eine Hightech-Zukunft: Das System kann identische Zwillinge nicht unterscheiden.
Das Ein- und Ausreisesystem, bekannt als EES, wurde am 10. April nach vier Jahren Verzögerung eingeführt. Statt eines Stempels im Pass speichert es biometrische Daten - einen Gesichtsscan und Fingerabdrücke. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, räumte diesen Monat ein, dass das System noch „technische Probleme“ habe und dass „noch viel Arbeit zu erledigen ist“.
Der bizarrste Fall bislang: Eine Britin wurde von der rumänischen Grenzpolizei gestoppt und beschuldigt, sich illegal im Schengen-Raum aufgehalten zu haben. Der Grund? Das System hatte sie mit ihrer identischen Zwillingsschwester verwechselt, die tatsächlich dort gereist war. Die beiden haben denselben Nachnamen, dasselbe Geburtsdatum und dieselbe Staatsangehörigkeit - aber unterschiedliche Fingerabdrücke und unterschiedliche Pässe. Trotzdem sah die Maschine dieselben Gesichtszüge und schloss, es handle sich um dieselbe Person.
Laut Experten dürfen Beamte einen Reisenden nicht allein auf Grundlage eines Gesichtsbildes identifizieren, sondern müssen auch Fingerabdrücke oder Passdaten prüfen. Das wurde in diesem Fall nicht getan. Mit anderen Worten - nicht die Technik allein versagte; versagt hat die Schulung der Menschen, die sie bedienen.
Und nun der Punkt, der uns direkt betrifft. Genau dieses EES ist das System, durch das Mazedonier jedes Mal gehen, wenn sie nach Griechenland oder in irgendein Schengen-Land einreisen. Wenn die Technik am Flughafen Cluj ein solches Chaos anrichtet, was erwartet uns dann an Bogorodica und Evzoni auf dem Höhepunkt der Sommersaison, in einer Kolonne von Tausenden Fahrzeugen? Die Technik verspricht eine Zukunft. Vorerst ist das Einzige, was sie zuverlässig liefert, eine längere Wartezeit - und mindestens ein Pass, der mit einem anderen verwechselt wird.
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