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Der Almudaina-Palast öffnet nach einer 2,5-Millionen-Renovierung wieder: Für wen ist der Prunk?

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Der Almudaina-Palast öffnet nach einer 2,5-Millionen-Renovierung wieder: Für wen ist der Prunk?

Der Almudaina-Palast in Palma de Mallorca öffnet wieder seine Türen, und die Zahl, die am meisten ins Auge sticht, ist kein restaurierter Raum - sondern die Rechnung. Die komplette Sanierung kostete 2.573.000 Euro, Geld, das überwiegend aus europäischer Finanzierung stammt. Wenn ein anderer zahlt, geht die Renovierung immer leichter.

Almudaina ist die offizielle Residenz von König Felipe VI. und Königin Letizia, solange sie auf Mallorca sind, aber machen wir uns nichts vor - hier ruht sich niemand aus. Die Königsfamilie schläft acht Kilometer entfernt, im Palast Marivent, wo Ruhe herrscht. Almudaina ist für Empfänge, für Fotos, für die offizielle Version. Jeder hat ein Haus für die Gäste und ein Haus zum Leben; die Royals haben nur ein größeres Budget für diese Aufteilung.

Der renovierte Palast öffnet für Besucher am 29., 30. und 31. Juli kostenlos. Die neue Tour verläuft in chronologischer Reihenfolge - von den römischen Wurzeln und der muslimischen Periode von Madina Mayurqa über das Königreich Mallorca bis hin zum Thronsaal, der im Stil von Alfons XIII. eingerichtet ist. Zum ersten Mal öffnen Räume, die bislang nie für die Öffentlichkeit zugänglich waren, darunter der Palast der Königin im Obergeschoss.

Dort werden die Besucher einen Marmorlöwen aus dem zehnten Jahrhundert sehen, einen goldenen Greif aus dem zwölften und ein Tympanon mit der Krönung der Jungfrau vom Ende des dreizehnten Jahrhunderts. Geschichte, über Jahrhunderte angehäuft, jetzt ausgestellt, als wäre sie neu entdeckt - obwohl jeder Stein dort seit Jahrhunderten steht und auf jemanden mit genug Budget wartet, um die Schilder auszutauschen.

Das Projekt werde, heißt es, den Energieverbrauch um mindestens 30 Prozent senken. Klingt gut auf dem Papier. Aber wenn sich eine Institution rühmt, weniger Strom zu verbrauchen, nachdem sie zweieinhalb Millionen Euro ausgegeben hat, lohnt sich die Frage: für wen ist die Renovierung wirklich - für den Besucher, der ein Ticket zahlt, oder für die Empfänge, die die Königsfamilie in den kommenden Wochen plant?