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Das Gelb, das Großmütter mieden, ist jetzt der Hit des Sommers - so trägt man es

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Das Gelb, das Großmütter mieden, ist jetzt der Hit des Sommers - so trägt man es

Jahrelang trug Gelb einen schlechten Ruf - „trag kein Gelb, das bringt Unglück", sagten die Großmütter. Doch die Mode kümmert sich, wie üblich, nicht um Aberglauben. Diesen Sommer ist Gelb eine der gefragtesten Farben in der Garderobe, eine Farbe, die dem, der sie trägt, buchstäblich Licht bringt. Und trotz all der alten Geschichten beharren Stylisten darauf, dass es - gut kombiniert - fast jedem steht.

Der Schlüssel liegt im Farbton. Am leichtesten zu tragen ist Buttergelb (amarillo mantequilla) - weich, fast neutral, überall passend. Für einen reicheren, ernsteren Ton gibt es Senfgelb, und für die, die glänzen wollen - ein reines, helles Gelb für maximale Wirkung. Der Unterschied zwischen elegant und kitschig liegt nicht in der Kühnheit der Farbe, sondern darin, womit man sie kombiniert.

Und die Kombinationen sind einfach. Ein gelbes Oberteil mit schokoladenbraunen Hosen und goldenen Details ergibt eine lässige, aber durchdachte Eleganz. Ein gelbes Kostüm mit neutralen Sandalen, die die Figur strecken, funktioniert für festlichere Anlässe. Für Mutigere wirkt Gelb mit einem weißen Herrenhemd und einem breitkrempigen Hut mühelos - was genau der Punkt ist. Stylisten raten, Gelb im Gleichgewicht mit neutralen Tönen zu halten: Beige, Braun, Schwarz oder Gold.

Was diese Farbe wirklich bietet, ist kein Trend, der in zwei Wochen vorbei ist, sondern eine kleine Rebellion gegen das Grau. In einem Sommer, in dem sich alle in sichere, diskrete Töne kleiden, „um nicht aufzufallen", ist ein Stück Gelb eine leise Erklärung, dass man nicht in der Menge verschwinden will. Und dafür brauchte man, wie wir wissen, nie eine Erlaubnis - weder von der Mode noch von Großmutters Geschichten.