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Fahrerlose Autos blockieren Krankenwagen und Feuerwehr: Der Regulierer verlangt eine Lösung bis Monatsende

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Fahrerlose Autos blockieren Krankenwagen und Feuerwehr: Der Regulierer verlangt eine Lösung bis Monatsende

Fahrerlose Autos sollten sicherer sein als Menschen. Aber was passiert, wenn diese „sichereren" Fahrzeuge sich einem Feuerwehrmann mit dem Schlauch in der Hand in den Weg stellen - und einfach nicht verstehen, was sie sehen? Der US-Regulierer für Verkehrssicherheit, NHTSA, hat den Herstellern autonomer Fahrzeuge eine klare Forderung geschickt: Findet eine Lösung für dieses Problem, und zwar bis Ende des Monats.

Der Grund ist nicht hypothetisch. Der Regulierer dokumentierte ein Muster, bei dem fahrerlose Fahrzeuge in aktive Rettungseinsätze hineinfuhren, Krankenwagen und Feuerwehr blockierten und Blinklichter, Rauch, Feuer, Leuchtsignale und Verkehrskegel nicht erkannten. „Die Unfähigkeit, solche Situationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, stellt einen funktionalen Mangel dar", schrieb NHTSA-Direktor Jonathan Morrison. Mit anderen Worten - das Fahrzeug weiß nicht, was ein Notfall ist.

Eine frühere Untersuchung identifizierte mindestens sechs Fälle bis März 2026, in denen Rettungsdienste Waymo-Fahrzeuge von Hand wegschieben mussten, um vorbeizukommen - darunter einen während eines Einsatzes bei einer Massenschießerei und einen anderen, als ein Fahrzeug den Zugang zu einer Erdgasexplosion blockierte. Waymo lehnte eine Stellungnahme ab. Die Unternehmen wurden in dem Brief nicht genannt, doch die Details lassen wenig Raum zum Raten.

Der schärfste Satz des Regulierers ist auch der wichtigste: „Rettungseinsätze sind keine seltenen oder extremen Grenzfälle." Genau da bricht der Mythos der autonomen Fahrzeuge. Die Industrie nennt solche Situationen seit Jahren „edge cases" - einen seltenen Rand der Wahrscheinlichkeit, den das System mit der Zeit lernen werde. NHTSA sagt nun, es sei der Rand von gar nichts, sondern Alltag auf jeder Straße. Und sie fügte etwas hinzu, das zuvor nicht laut zu hören war: Ein Fahrzeug, das die Rettungsdienste behindert, sollte genauso zur Verantwortung gezogen werden wie ein Mensch, der das tut - mit Strafen, sogar Gefängnis. Die Frage ist, wer ins Gefängnis geht, wenn niemand am Steuer sitzt.