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Wie man erkennt, ob eine Melone reif und süß ist, ohne sie aufzuschneiden: die Tricks eines erfahrenen Gemüsehändlers

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Wie man erkennt, ob eine Melone reif und süß ist, ohne sie aufzuschneiden: die Tricks eines erfahrenen Gemüsehändlers

Die Melone ist, zusammen mit der Wassermelone, ein unverzichtbares Sommerobst - erfrischend, voller Wasser und natürlich süß. Am besten ist sie zwischen Juni und September. Doch all diese Sorten teilen dieselbe Herausforderung beim Kauf: Wie weiß man, ob sie reif und süß ist, bevor man sie aufschneidet, ohne wie manche ein Loch hineinzustechen. Ein erfahrener Gemüsehändler von einem Madrider Markt verrät die Tricks, die nie versagen.

Den ersten Eindruck vermittelt das Aussehen. Bei der grünen „Piel de Sapo"-Melone sollte die Schale ihr intensives glänzendes Grün verlieren und einen leicht gelblichen, goldenen oder sogar orangefarbenen Ton annehmen. Die Rillen - die sogenannte „Handschrift" - sollten reichlich, gut ausgeprägt und in diesem goldenen Ton sein. Ein weiteres wichtiges Detail ist der Liegefleck, die Stelle, an der die Melone auf dem Boden lag. Ist er cremegelb oder orange, reifte sie in der Sonne; ist er weiß oder grünlich, wurde sie höchstwahrscheinlich zu früh geerntet.

Dann kommt die Berührung. „Nehmen Sie sie zuerst in die Hand und tasten Sie sie sanft ab, ohne zu klopfen", sagt der Gemüsehändler. Einer der sichersten Hinweise ist, ob die Melone mehr wiegt, als sie aussieht - dieses Gewicht bedeutet mehr Wasser und ein saftigeres Inneres. Ein weiterer einfacher Griff: Drücken Sie sanft auf das dem Stiel gegenüberliegende Ende, dort, wo die Blüte war. Gibt es ein wenig nach, ist die Frucht reif; ist es ganz fest, ist sie noch grün; sinkt es leicht ein, beginnt sie vielleicht zu überreifen.

Und nun zu den Mythen. Es gibt keine „weiblichen" und „männlichen" Melonen - das ist eine Geschichte ohne wissenschaftliche Grundlage. Unterschiede zwischen den Früchten hängen von der Sorte und den Anbaubedingungen ab, nicht von irgendeinem Geschlecht. Auch das Klopfen mit der Handfläche bedeutet nichts, wenn es nicht richtig gemacht wird: Anders als eine Wassermelone, die hohl klingen soll, sollte eine Melone kompakt klingen, wie vollständig gefüllt. Doch dafür braucht es keine kräftigen Schläge - es genügt, sie zu streicheln, und Sie spüren eine leicht samtige Oberfläche, die an der Handfläche haftet.

Ein letzter Tipp: Eine Melone von etwa drei Kilogramm muss nicht in den Kühlschrank, wenn sie ganz ist - sie hält sich bei Zimmertemperatur hervorragend, ebenso die Wassermelone, denn diese verliert in der Kälte Geschmack und Aroma. Ist sie bereits aufgeschnitten, essen Sie sie innerhalb von ein bis zwei Tagen. Und denken Sie daran - der süßeste Teil eines Stücks ist der, der an der Spitze der Blüte haftet; der andere ist fader.